Autor Thema: Louisa May Alcott - Betty und ihre Schwestern/Little Women  (Gelesen 2251 mal)

Offline schokotimmi

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So, dann wäre ich jetzt gekommen bis Kapitel 2.

Ich mag die 4 Mädchen und finde es fantastisch wie führsorglich die Familie ist und wie sie trotz aller Einbussen, bei dem Weihnachtsfrühstück auch Freude hatten.
Das Theaterstück fand ich auch sehr witzig, toll was sie in ihrer kleinen Welt auf die Beine stellen.

It schon lange her, dass ich den Film und die Zeichentrickserie gesehen habe, aber die Stimmung ist wirklich wieder schön. (Ich hoffe ich verstehe alles richtig, mein English ist ziemlich eingerostet  :redface:, aber der Text ist prädestiniert um wieder ein wenig zu üben und mit Kindle übersetzt es sich leicht  :breitgrins:)

Grüße
schokotimmi

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Offline Llyren

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Ich kann mich nur wiederholen, es gefällt mir so, dass Jo macht, was sie will, aber ohne nervtötend rebellisch zu sein. Sie rebelliert eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Das hast Du sehr schön beschrieben. Und andererseits ist sie auch durchaus bereit, "gegen ihre Natur" zu gehen, wenn es zum Wohle ihrer Familie ist. Sie hat eine erfrischend unkomplizierte Art - geradeheraus und offen. Kein Wunder, dass sie sich mit Laurie auf Anhieb hervorragend versteht.

Es erklärt sich auch, warum Laurie die Marchs noch nicht früher kennengelernt hat. Er ist wohl noch nicht lange aus dem Internat in der Schweiz zurück, und sein Großvater hat außerdem Angst um seine offenbar etwas fragile Gesundheit, nachdem er schon den Sohn und anscheinend auch noch eine Enkelin verloren hat.
Ja, das ist sehr gut nachvollziehbar. Aber es zeigt sich hier auch mal wieder sehr schön, dass das Gefühlsleben einen riesen Einfluss auf die Gesundheit hat! Lachen ist manchmal einfach die beste Medizin. Und ich hatte das mit Jo als Medizin gleich verstanden - im Gegensatz zu ihr ;-)

Das geschenkte Klavier und Beths Reaktion darauf war allerliebst :herz:
Das fand ich einfach nur klasse! Bei den Szenen hatte ich nur noch ein breites Grinsen im Gesicht! Und wie schön auch, dass er auch genau auf ihr Wesen eingegangen ist und sich langsam herangearbeitet hat. Ein geschenktes Klavier aus heiterem Himmel wäre bestimmt nicht gut angekommen. Aber so geht es über das reine Geschenk hinaus und die beiden haben beide etwas gewonnen - Großvater und Enkelin!

Jos erste Begegnung mit dem Alten hat mir auch gefallen :breitgrins:
Was uns wieder einmal zeigt, dass man sich immer vergewissern sollte, mit wem man sprich :breitgrins: Aber ihre Reaktion war auch klasse, typisch Jo - einfach ehrlich und humorvoll!
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Offline Kiba

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So, dann habe ich auch mal angefangen und stecke derzeit im vierten Kapitel. Weil ich das Wochenende dem Tierschutz geschenkt habe, war leider nicht viel Lesezeit drin.

Bisher gefällt mir die Geschichte recht gut, wobei mir die Mädels eigentlich etwas zuuu duldsam sind, mir funkeln die kleinen Heiligenscheine ein bisschen zu sehr. Aber mal schauen, wie es sich weiterentwickelt.
:lesen: Justin Cronin - Die Spiegelstadt

Offline Valentine

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Bisher gefällt mir die Geschichte recht gut, wobei mir die Mädels eigentlich etwas zuuu duldsam sind, mir funkeln die kleinen Heiligenscheine ein bisschen zu sehr. Aber mal schauen, wie es sich weiterentwickelt.

Würde das Buch in der heutigen Zeit oder etwas früher spielen, fände ich das deutlich störender als bei diesem Buch, das ja 1868 (oder so) erstmals erschienen ist. Im Kontext der Erscheinungszeit kann ich das ganz gut hinnehmen.

Und dass die Mädels sich zwar große Mühe geben, ein gutes, gottgefälliges Leben zu führen, aber dabei doch keine Engel sind, wird sich noch zeigen ;) Mehr dazu später.
C'est pas l'homme qui prend la mer, c'est la mer qui prend l'homme.
Renaud, Dès que le vent soufflera

Offline Kandida

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Am Wochenende hatte ich leider - oder auch nicht leider, habe andere schöne Sachen gemacht - nich viel Zeit zum Lesen.
Ich fange jjetzt mit Kapitel 4 an.

Zauberhaft fand ich auch, unter welchen Umständen Jo Laurie kennenlernt. Obwohl sie ja alles andere, als romantisch ist, war dieses Treffen hinter dm Vorhang doch irgendwie süß.
Außerdem musste ich die ganze Zeit übelegen, wie man den blöden Brandfleck aus dem Kleid bekommt....  :breitgrins:
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Offline Valentine

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Ich glaube, bei dem Brandfleck ist Hopfen und Malz verloren ... das ist wirklich unschön, wenn das Geld nicht für was Neues reicht :sauer:
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Renaud, Dès que le vent soufflera

Offline Llyren

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Bisher gefällt mir die Geschichte recht gut, wobei mir die Mädels eigentlich etwas zuuu duldsam sind, mir funkeln die kleinen Heiligenscheine ein bisschen zu sehr. Aber mal schauen, wie es sich weiterentwickelt.
Würde das Buch in der heutigen Zeit oder etwas früher spielen, fände ich das deutlich störender als bei diesem Buch, das ja 1868 (oder so) erstmals erschienen ist. Im Kontext der Erscheinungszeit kann ich das ganz gut hinnehmen.
Genauso geht es mir mit dem Frauenbild, dem ja vor allem Jo nicht so recht entsprechen will. Bei aktuellen Büchern würde ich da schon viel eher die Augen rollen, während ich es hier zwar zur Kenntnis nehme, aber nicht als störend empfinde.

Und dass die Mädels sich zwar große Mühe geben, ein gutes, gottgefälliges Leben zu führen, aber dabei doch keine Engel sind, wird sich noch zeigen ;) Mehr dazu später.
Zumal wir uns ja gerade in der Weihnachtszeit befinden und man sich da erst recht um gutes Benehmen bemüht. Und Jammern tun sie ja ;-)
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Offline Valentine

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Genauso geht es mir mit dem Frauenbild, dem ja vor allem Jo nicht so recht entsprechen will. Bei aktuellen Büchern würde ich da schon viel eher die Augen rollen, während ich es hier zwar zur Kenntnis nehme, aber nicht als störend empfinde.

Jepp. Gleiches gilt für die manchmal doch sehr moralischen Einschübe von Mama March. Im 19. Jahrhundert darf man das ;)
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Renaud, Dès que le vent soufflera

Offline Kiba

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Und wie unendlich wichtig diese Handschuhe waren, wobei es reichte, sie in der Hand zu halten. Wie merkwürdig.
:lesen: Justin Cronin - Die Spiegelstadt

Offline schokotimmi

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Ich habe nun Kapitel 3 und 4 gelesen und ich fand es herrlich, wie sich Jo auf dem Ball "davongeschlichen" hat. Ich mag ihre Art.

Im Kapitel 4 werden die 4 Mädchen ja sehr schön beschrieben und vorgestellt. Am Ende sind sie ja recht einsichtig was die Moralpredigt angeht. Aber irgendwie finde ich es auch entspannt, wenn man so positiv zu denken in der Lage ist - immer eine Frage der Sichtweise. Schöngeistig, aber auch befreiend.

Trotzdem komisch, es ist ja ein Film aus meiner Jugend und ich habe immer die Bilder der Schauspieler vor Augen (also zumindest, die, an die ich mich erinnere).

Grüße
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Offline schokotimmi

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Hallo,

ich habe nun das Kapitel 6 beendet und ich fand es so schön wie Beth sich über das Piano gefreut hat. Wirklich wunderbare Szenen wie ihre Schüchternheit aber auch ihre Dankbarkeit gezeigt wird. Manchmal darf es schon so eine heile Welt sein.

Witzig war auch die Szene wo Jo ohne sich umzudrehen über und damit mit Mr Laurence gesprochen hat und hey es war ehrlich und ich glaube das wußte er zu schätzen.

Ich frage mich ein wenig wie alt die Mädchen sind, oder habe ich das überlesen?

Grüße
schokotimmi
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Offline Kiba

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:lesen: Justin Cronin - Die Spiegelstadt

Offline Kandida

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Wobei ich finde, dass sie viel älter wirken.

Ich fühle mich immer noch wohl mit dem Buch. An den Film kann ich mich auch beim Lesen überhaupt nicht erinnern. Aber das ist ja eher gut.
Jo ist im Moment mein Lieblingscharakter.

Übrigens: Bei mir steht tatsächlich "Betty",nicht "Beth".
Es stört mich allerdings überhaupt nicht, muss hier auch nicht umdenken, wenn ihr von Beth schreibt.
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Offline schokotimmi

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Ah, danke - ja dann ist die teilweise kindliche Reaktion von Beth verständlich.

Kandida, findest du sie wirklich älter, v.a. Beth und Amy hätte ich nicht wirklich älter geschätzt.

Grüße
schokotimmi
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Offline Valentine

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Ich muss gestehen, ich bin Euch ein bisschen davongerannt  :redface: und schon bei Kapitel 15 angelangt. Trotz der gelegentlichen leicht moralisierenden Einsprengsel gefällt mir das Buch ausgesprochen gut, richtig schöne Wohlfühllektüre und eine gelungene Mischung aus lustigen und ernsten Momenten.

Erstaunt hat mich, wie leicht es damals noch gewesen zu sein scheint, Kinder aus der Schule zu nehmen und dass Mutter March zugestimmt hat, dass Amy nach ihrer öffentlichen Demütigung einfach nicht mehr hingehen musste, weil sie mit den Methoden des Lehrers sowieso nicht einverstanden war.

Dass Amy
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hat es mir kalt den Rücken runterlaufen lassen. Das ist ja die Höchststrafe
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Aber das Drama auf dem Eis rückt natürlich alles wieder in ein anderes Licht, und ich wäre sicher genauso
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Megs Ausflug in die Welt der Reichen war für sie, die sich so oft nach schönen Kleidern und Accessoires sehnt, am Ende ein ordentliches Lehrstück darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. Das Gras sieht auf der anderen Seite halt doch nur grüner aus und ist es meistens gar nicht. Ich fand es ganz schön gemein, wie die verwöhnten Zickchen sich über sie lustig gemacht und Gerüchte in die Welt gesetzt haben :grmpf:

Der eingeschmuggelte Laurie im Schrank war ein witziges kleines Intermezzo. In dem Kapitel mit dem Pickwick-Club waren die Erläuterungen, die in meiner Ausgabe enthalten sind, ziemlich hilfreich. Ich kannte das literarische Vorbild von Dickens nämlich nicht.

Das "Müßiggangs-Experiment" ist zwar ziemlich deutlich auf die Botschaft hin konstruiert, dass es nicht glücklich macht, auf der faulen Haut zu liegen, hat mir aber trotzdem gefallen und mich an Momente in meiner eigenen Kindheit und Jugend erinnert, in denen ich gemerkt habe, dass es gar nicht unbedingt so toll ist, wenn man nur tut, was man will.

Lauries Abenteuerausflug fand ich ebenfalls hübsch, vor allem die wüste Geschichte, die sich alle da zusammengereimt haben. So was Ähnliches haben wir mal in einem Forum, in dem ich vor langer Zeit Mitglied war, gemacht.

Dass Jos erste literarische Gehversuche
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Das ominöse Telegramm
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