Autor Thema: Louisa May Alcott - Betty und ihre Schwestern/Little Women  (Gelesen 2252 mal)

Offline Llyren

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Bis Ende

Ich habe das Buch auch gestern noch ausgelesen ;-) Excellent gefallen hat mir der Erzähler in den letzten Kapiteln. Der war hier noch mal richtig präsent und hat auch fleißig kommentiert  -
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Sehr schön gemacht!

Tja, wen Laurie sich da letzten Endes ausgesucht hat - ich hätte es nicht gedacht. Nun ja.
Ich hatte zwischendrin ja auch meine Zweifel, finde aber, dass es recht gut rüberkommt und "begründet" wird. Und immerhin gehört er jetzt auch offiziel zur Familie. Schade nur wirklich,
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Amy mag ich von den vieren auch am wenigsten, muss ich zugeben :redface: Sie hat sich zwar vom verwöhnten Prinzesschen ganz gut zu einer erwachsenen Frau entwickelt, aber ich mag ihre etwas berechnende Ader nicht so sehr.

Wobei ich ihre Strafpredigt an Laurie durchaus berechtigt fand, weil der nur faul in der Gegend rumhängt und nichts Sinnvolles tut.
Geht mir ähnlich. Aber ja, die Strafpredigt war klasse! Und vermutlich musste sie auch von einer der Schwestern (oder vielleicht noch von Mrs March) kommen, sonst wäre sie da bei Teddy bestimmt auf taube Ohren gestoßen.
« Letzte Änderung: 02. November 2016, 20:27:00 Nachmittag von Llyren »
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Offline Kandida

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Jetzt hätte ich mir Spoiler gewünscht....     :entsetzt: :leser: :verlegen:
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Offline Llyren

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@Kandida: Ah, tut mir leid. Ich hatte diesmal nur die "Kapitelangabe" drübergeschrieben...
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Offline schokotimmi

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Huhu,

ich habe weitergelesen, Kapitel 34 oder 35, ich finde es toll wie sich Jo mit Friedrich anfreundet und wie sie ihn auch immer mehr mag. Es passt zu ihr und er irgendwie auch. Nett finde ich auch die kleinen Sticheleien gegen Amy in den Briefen. Ich weiß ich dürfte es nicht nett finden, aber ich mag eben Jo viel mehr als Amy  :redface:

Ein bisschen schwerer finde ich zu verstehen, was nun mit dem Vater ist. Die Briefe sind ja insgesamt immer recht unpersönlich, aber bei ihm weiß ich nicht mal ob er noch lebt.

Viele Grüße
schokotimmi
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Offline Kandida

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@Kandida: Ah, tut mir leid. Ich hatte diesmal nur die "Kapitelangabe" drübergeschrieben...
Nicht so schlimm....das Problem ist meine Neugier....einen Spoiler öffne ich nicht (ist wie beim Adventskalender, der vollbepackt da hängt....), aber steht es offen da, kann ich mich nicht beherrschen.  :redface:
🐌

Offline Llyren

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Ich weiß ich dürfte es nicht nett finden, aber ich mag eben Jo viel mehr als Amy  :redface:
Och, ich glaube, das geht den meisten von uns so ;-)

Ein bisschen schwerer finde ich zu verstehen, was nun mit dem Vater ist. Die Briefe sind ja insgesamt immer recht unpersönlich, aber bei ihm weiß ich nicht mal ob er noch lebt.
Ja er lebt und ist auch zuhause. Aber stimmt, im Verhältnis zur Mutter tritt er wesentlich seltener in Erscheinung.
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Online Valentine

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Bin fertig!

Den Vater habe ich in den späteren Kapiteln auch vermisst, was ich ein bisschen schade fand. Erst zum Ende hin wurde er wieder hier und da erwähnt. Den kleinen Denker und Forscher Demi fand ich ja allerliebst.

Jo ist ganz einfach mein erklärter Liebling unter den Schwestern. Ich weiß noch, dass ich es früher immer blöd fand, dass sie und Laurie sich nicht kriegen, aber Friedrich passt einfach hervorragend zu ihr. (Ich musste etwas grinsen, dass einer ihrer Söhne ja tatsächlich Teddy B(h)aer heißt :lachen: )

Amy legt gegen Ende zum Glück ihre Allüren ab, eine gute Partie machen und nach außen hin beeindrucken zu wollen, und offenbar tun sie und Laurie einander gut.

In meiner Ausgabe gibt es eine Einführung, die ich aber erst hinterher gelesen habe. Da ist die Rede von einem Buch namens "Jo's Boys", das offenbar eine Fortsetzung von Jos Geschichte ist. Das würde mich jetzt durchaus auch interessieren.

Das ganze Buch ist tatsächlich stark autobiographisch inspiriert, bis hin zu den Namen, die größtenteils ähnlich sind, allerdings scheint Louisas Verhältnis zu ihrem Vater, anders als im Buch, schwierig gewesen zu sein.
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Renaud, Dès que le vent soufflera

Offline Llyren

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In meiner Ausgabe gibt es eine Einführung, die ich aber erst hinterher gelesen habe. Da ist die Rede von einem Buch namens "Jo's Boys", das offenbar eine Fortsetzung von Jos Geschichte ist. Das würde mich jetzt durchaus auch interessieren.
Ich checke auch jetzt erst (bzw. hab nachgesehen), warum ich mal eine Ausgabe "Little Women & Good Wives" hatte. Das waren die zwei Teile ;-)
Vor Jo's Boys kommt aber eigentlich noch Little Men. Ich bin da noch etwas unschlüssig. Ich mag Jo zwar, bin aber nicht sicher, ob ich jetzt tatsächlich noch weiterlesen will oder ob ich das Ende so stehen lasse.
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Offline schokotimmi

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Huhu,

ich bin noch fleißig dabei - Kapitel 3 oder 39 glaub ich- und denke, dass ich es spätestens morgen beende.
Amy reist also immer noch durch Europa, ich verstehe nicht so recht, was genau sie da tut außer sich zu amüsieren, aber gut wenn ihre Tante sie dazu eingeladen hat.
Die Ansprache an Laurie hat mich überrascht, hätte ich ihr gar nicht zugetraut aber vllt. hat sie gewirkt, das werde ich ja sehen.
Sie wußte dann wohl nicht, wie es zu seiner Stimmung kam und ja aus Briefen erfährt man nicht alles aus der Heimat.

Schade, das Jos Leben in New York vorbei ist, aber so konnte sie ihre liebe gute Beth auf ihrem letzten Wege begleiten. Das war wirklich berührend geschrieben, aber ein bisschen sachlich frage ich mich, woran genau ist sie denn nun gestorben?

Meg und ihre kleine Familie brachte mich zum Schmunzeln, das kennt man glaube ich, wenn man selbst auch Kids hat, schön fand ich auch das Vertrauen zu ihren Marmee und wie weise deren Ratschläge doch immer wieder sind.

Ich mochte ja Friedrich Baehr im Film total und war nun skeptisch ob er im Buch auch so gut rüber kommt, aber ja ich mag ihn auch hier und bin begeistert von ihm, da ich ja das Ende schon kenne, bin ich voller Freude auf die letzten Seiten...

Mich würden weitere Geschichten interessieren, aber ich denke nicht sofort. Auf dem Kindle sind sie ja schnell  :breitgrins:

Viele Grüße
schokotimmi
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Offline Llyren

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Das war wirklich berührend geschrieben, aber ein bisschen sachlich frage ich mich, woran genau ist sie denn nun gestorben?
Es wird ja beschrieben, dass sie sich vom Scharlachfieber eigentlich nie richtig erholt hat und anschließend von noch deutlich schwächlicherer Konstitution ist als vorher. Ich denke, dass sie mit der Zeit einfach immer mehr abgebaut hat und daran dann letzten Endes gestorben ist. Quasi noch vom Fieber verschleppt.
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Offline Kiba

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Irgendwie meine ich, es wäre von Tuberkulose die Rede.  :gruebel:
:lesen: Justin Cronin - Die Spiegelstadt

Offline schokotimmi

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Finished!

Oh wie aufregend es nun doch noch war, aber schön aufregend. Jos Einsamkeit und dann die ganzen Überraschungen. Ich  meine das war im Film anders, mit den  Verwirrungen um die Hochzeit, oder ich hab es im Buch doch falsch verstanden...

Friedrich ist so toll, hach die passen so richtig gut zusammen. Und wie toll die Familie doch hamoniert obwohl die Mädchen so unterschiedlich sind.
Die Schule ist ja ne tolle Sache und es passt ja so gut...

Alles schön am Ende, fast ein bisschen zu rosarot, aber hach, muss ja auch mal sein!

Viele Grüße
schokotimmi
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Online Valentine

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Amy reist also immer noch durch Europa, ich verstehe nicht so recht, was genau sie da tut außer sich zu amüsieren, aber gut wenn ihre Tante sie dazu eingeladen hat.

In gehobenen US-Kreisen war die "grand tour" durch Europa seinerzeit sehr angesagt, man reiste durch die wichtigsten Städte und tankte Kultur und ließ es sich gutgehen.

Alles schön am Ende, fast ein bisschen zu rosarot, aber hach, muss ja auch mal sein!

Ich finde, das Happy End hat gut zum Buch gepasst, nachdem die Schwestern durch einige Höhen und Tiefen gegangen sind. Und es ist nicht so ein oberkitschiges triefendes unrealistisches Happy End, sondern eins, das man sich durchaus so vorstellen könnte.
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Renaud, Dès que le vent soufflera

 

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