Autor Thema: Caroline Eden und Eleanor Ford – Samarkand  (Gelesen 90 mal)

Nomadenseele

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Caroline Eden und Eleanor Ford – Samarkand: Kulinarische Erlebnisse entlang der Seidenstraße



Dieses Buch ist eine Hommage an die Küchen der vielen Völker, die über Jahrhunderte ihre Spuren entlang der Seidenstraße hinterlassen haben. Tadschiken, Russen, Türken, Juden, Koreaner und Usbeken. Einfühlsame Reportagen und vielseitige Rezepte verneigen sich vor der kulturellen Vielfalt und dem kulinarischen Erbe Samarkands. Gerichte wie Buchweizen-Kasha mit karamellisierten Pilzen oder Rosh-Hashanah-Plow mit Berberitzen, Granatapfel und Quitten klingen faszinierend exotisch und sind doch alle problemlos zu Hause nachkochbar.


Das Erste, was einem nach dem Aufschlagen des Buches auffällt, ist eine hübsch gestaltete Karte der Seidenstraße, welche die Ausmaße des Gebietes verdeutlich, von welchem dieses Kochbuch handelt.
Aufgeteilt ist es, neben einer Einführung, in folgende Kapitel:

Mezze & mehr
Suppen
Kebab & Co.
Wärmende Winterküche
Plows und Pilaws
Beilagen
Brot & Teig
Getränken
Desserts & Süßes


Nach einer grundlegenden Einführung in die Kulturen der Seidenstraße, bestückt mit vielen Fotos und in die Küchen kommt der eigentliche Rezeptteil. Dabei wird zu jedem Rezept die Bedeutung des Gerichts für das jeweilige Volk erzählt. Leider sind nicht für jedes Gericht Fotos vorhanden.


Mezze (kleine Gerichte) lässt das Herz eines jeden Vegetariers höher schlagen. Es gibt z.B. Auberginenrollen mit Walnussfüllung (Kaukasus) oder Würzige Korjo Möhren (Korea). Auch bei den Suppen kommen sehr viele ohne Fleisch aus, wie die Granatapfelsuppe aus Aserbaidschan. Bei Kebab & Co.kommen dagegen die Fleischesser voll auf ihre Kosten, z.B. mit Lamm Kebabs und Hühnchen-Schaschlik. Auch in Wärmende Winterküche dominieren Fleisch und Fisch, wie Lachs Kulebjaka (Russland) oder Gebratene Forelle in grüner Knoblauchsoße (Georgien). Bei Plows und Pilaws ist es ausgeglichen, bei einigen Fleischgerichten kann man diese Zutaten weglassen oder ersetzen. Rein vegetarisch sind Kürbis mit Juwelenreisfüllung oder Butterreis unter der Schahkrone. Die Beilagen sind dafür komplett vegetarisch wie Nudelsalat mit Trauben und Pistazien (Armenien) oder Glasierte Rote Beete. Die Teiggerichte sind zwangsläufig vegetarisch, und wenn nicht, dann mit leicht ersetzbaren Hack. Das Buch ist allerdings alleine wegen der Getränke den Kauf wert – nicht nur werden verschiedene Gewürztees vorgestellt; ich trinke zur Zeit mit Begeisterung den Aprikosen-Sherbet und den Rhabarber-Apfel-Punsch mit Nelken. Unter Desserts & Süßes gibt es viele gefüllte Trockenfrüchte. und der Kefir-Pfannkuchen mit Brombeersirup hat das Potential, mein neues Sonntagsfrühstück zu werden.


Zwei Sachen fallen negtiv auf: 1.) Die Rechtschreibung, es fehlen fast grundsätzlich Bindestriche in den Rezeptnamen, wo zwingend welche erforderlich sind. 2.) Teilweise werden als Zutaten Dinge wie Orangenblütenwasser, Rosenwasser ect. angegeben, bei denen ich nicht wüsste, wo ich sie bekommen sollte. Zumal sich das Problem, wenn man sie hat, ergibt, dass man sie nicht andersweitig verwenden kann. Ich habe sie dementsprechend beim Kochen weggelassen.


Fazit



Ein vielfältiges Kochbuch über die zentralasiatische Küche, die zahlreichen Rechtschreibfehler stören auf Dauer enorm.


Caroline Eden schreibt für die Reiseseiten renommierter Zeitungen wie The Guardian, Financial Times oder The Telegraph und hat für die BBC aus Zentralasien und dem Kaukasus berichtet.

Titel angepasst. LG, Valentine
« Letzte Änderung: 21. August 2017, 13:22:52 Nachmittag von Valentine »

 

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