Autor Thema: Anna Pfeffer - Für dich soll's tausend Tode regnen  (Gelesen 662 mal)

Offline jehe

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Rezension

INHALT
Die 16-jährige Emilia Hoffmann, genannt Emi, zieht mit ihrem Vater, Psychotherapeut, und älterem Bruder Oliver, Sportskanone, von Heidelberg nach Hamburg. Gerade für Emi, die nicht schnell Anschluss findet, ist dies ein harter Schlag. Getrennt von ihrer besten Freundin muss sie sich in einer neuen Stadt und in einer neuen Schule zurechtfinden.

Emi ist die geborene Außenseiterin, denn sie beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit dem Thema Tod und hasst den üblichen Teeniekram. Erst als sie mit dem arroganten sowie nervigen Erik, der ebenfalls von der Klasse gemieden wird, eine Strafarbeit aufgebrummt bekommt, erkennt sie in ihm schrittweise einen Seelenverwandten; auch wenn er bis dahin noch einige fiktive Tode sterben muss...

MEINUNG
Hinter dem Autorennamen Anna Pfeffer verbirgt sich das kongeniale Autorenduo Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmidt. Die beiden Freundinnen haben mit dem Jugendroman "Für Dich soll's tausend Tode regnen" eine wunderbar schwarzhumorige Geschichte geschaffen, wie ich sie gern in meiner Jugendzeit gelesen hätte.

Die sympathische Ich-Erzählerin und Hauptprotagonistin Emi ist mir bereits auf der ersten Buchseite ans Herz gewachsen. Ich mochte ihre unkonventionelle, sarkastische Art sehr. Zudem fand ich ihr Hobby, Thanatologie, äußerst spannend und witzig. Ihre Sammlung ungewöhnlicher Todesarten kann sich sehen lassen. Täglich erfindet sie für verschiedene Mitmenschen und Fremde tragikomische Arten ins Gras zu beißen. Das ist so eine Macke von ihr, mit der Erik sie nur allzu gern aufzieht. Er ist in den Klasse ebenfalls ein Außenseiter und hat dazu noch eine dunkle Aura. Doch Emi sieht mit der Zeit hinter Eriks Maske und beginnt ihn mit jeder Challenge, die sie sich im Laufe der Handlung gegenseitig stellen, mehr zu mögen. Also berichtet Pfeffers Geschichte nicht über Ausgrenzung und Mobbing in der Schule, sondern auch über Freundschaft und Patchworkfamilien. Denn Emi hat ihre Mutter früh an Darmkrebs verloren und muss nun mit ihrer stets gut gelaunten Stiefmutter Mara zurechtkommen. Doch Emi hat einen starken Charakter und ist zudem eine intelligente Therapeutentochter. Ihre altkluge Ader fand ich zum Schießen komisch.

Der Sprachstil des Romans ist authentisch, erfrischend modern und herrlich nihilistisch. Ich fühlte mich rundum sehr gut unterhalten und hatte das Buch sehr schnell durchgelesen; bin förmlich über die Seiten geflogen.

Nicht nur inhaltlich, auch optisch macht das Buch einiges her. Der Titel ist eine wunderbare Persiflage auf Hildegard Knefs Lied "Für mich soll's rote Rosen regnen". Das düstere Design des Covers ist farblich und motivisch passend auf die Zielgruppe und den Inhalt abgestimmt wurden und darüber hinaus auch haptisch ein Knaller.

FAZIT
Ein wunderbar frisches Jugendbuch, das endlich mal "Außenseiter" in den Fokus rückt. Absolut lesenswert.

Bewertung:  5ratten :tipp:

Offline BlueOcean

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Klappentext:
"Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …"

Meine Meinung:
Das Cover hat mich direkt angesprochen, es ist wohl einiges der wenigen, die mich sofort neugierig auf die Geschichte dahinter gemacht haben. Da ich auch immer sehr gerne neue Autoren kennenlerne, in diesem Falle ist es ja ein Autorenduo, dass sich hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer verbirgt, war schnell klar, dass ich "Für dich soll's tausend Tode regnen" lesen wollte.
Emi ist eine interessante Protagonistin, die zwar auf den ersten Blick doch eher ein wenig düster erscheint, im Grunde genommen, liegt das aber hauptsächlich erst einmal daran, dass sie unglücklich in ihrer Lage ist. Sie muss ihre Heimat Heidelberg verlassen und nach Hamburg ziehen, weil ihr Vater eine Frau kennengelernt hat. Wer würde schon gerne unfreiwillig sein altes Leben hinter sich lassen? Emi ist wütend auf ihren Vater, was er auch zu spüren bekommt. Dennoch kann sie an der Lage selbst ja nichts ändern. Emi ist sehr schlagfertig und ihr Humor hat mich definitiv überzeugt. Dennoch spürt man, wie sehr sie mit der neuen Umgebung zu kämpfen hat. Ich mochte sie wirklich sehr gerne. Auch die anderen Charaktere, allen voran, Erik, fand ich sehr interessant und liebevoll gestaltet.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Emi, in der Ich-Perspektive. Ich hatte das Gefühl, dass ich dadurch noch eine bessere und intensivere emotionale Verbindung zu Emi aufbauen konnte. Mir gefällt es wirklich sehr, wenn ich die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive erleben darf. Auch in die Ereignisse fühle ich mich dadurch gleich viel stärker involviert. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und auch sehr bildlich, sodass ich mir viele Szenen, vor allem zwischen Emi und Erik, wahnsinnig gut vor Augen halten konnte. Die Autoren haben es wirklich durch die vielen Unterhaltungen wunderbar geschafft, die Handlung sehr lebendig zu gestalten. Ich konnte, nachdem ich begonnen hatte "Für dich soll's tausend Tode regnen" zu lesen, das Buch kaum noch zur Seite legen. Es hat mich sehr gut unterhalten und auch immer wieder zum Schmunzeln bringen können.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung !!

Offline JanaBabsi

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Wenigstens im Sterben sind wir alle gleich

Vor wenigen Wochen musste Emi mit ihrem Vater und ihrem Bruder von Heidelberg nach Hamburg ziehen. Die 15jährige kommt mit dieser Veränderung gar nicht gut klar, musste sie doch, neben ihrem alten Leben, auch noch ihre beste Freundin Charlie in Heidelberg zurücklassen.

Genervt von allem und jedem, am meisten jedoch von ihrem Bruder Oliver, der scheinbar mit der neuen Situation hervorragend klar kommt, gibt Emi sich ihrem Hobby hin, den Menschen in ihrer Umgebung eine Todesart zu verpassen. Bei ihrem Bruder könnte sie es sich z. B. gut vorstellen, dass er bei einer Vollbremsung des Busses mit voller Wucht gegen den Vordersitz knallen und sich dabei das Genick brechen würde.

Als sie es eines morgens in der Schule dicke hatte, neben dem permanent nach Nikotin riechenden und Kaugummi kauenden Alex zu sitzen, setzt Emi sich auf einen anderen Platz. Es scheint jedoch so, als ob Eric - als einziger der Klasse - Anrecht auf genau diesen Sitzplatz hat, denn er beharrt darauf, dass Emi seinen Platz frei gibt. Leider hat er nicht mit Emis Sturheit gerechnet, sie bietet ihm die Stirn und weicht keinen Millimeter.

Im Chemieunterricht müssen dann ausgerechnet Emi und Erik ein Team für ein Experiment bilden, aus dessen Verlauf sich die Tatsache ergibt, dass die Schule anschließend einige Stücke des Mobiliars erneuern muss. Daraus wiederum ergibt sich, dass die Schulleitung die Beiden zu einem gemeinsamen Strafdienst verdonnert, bei dem sie an 8 Samstagen Graffitischmierereien an  Hauswänden entfernen müssen.

Weder Emi noch Erik haben Lust darauf mit dem jeweils anderen den Samstag zu verbringen, und so kommt Emi auf die Idee, Erik vor eine Challenge zu stellen. Lehnt er es ab die Challenge zu machen, bricht er ab oder verliert er sie sogar, dann muss er Emis Strafdienst mit übernehmen. Erik kneift natürlich nicht und die Challenge für Emi folgt auf dem Fuße......und so reiht sich Challenge an Challenge. Langsam lernen sie sich näher kennen und stellen fest, dass sie gar nicht so verschieden sind.

Normalerweise erwähne ich Buchcover in meinen Rezensionen nicht, weil ich meine Lektüre in erster Linie nach dem Cover und dem Klappentext auswähle. Dieses Cover hat es jedoch verdient, gesondert erwähnt zu werden. Als ich das Buch ausgepackt habe, entschlüpfte mir ein „Wow“. Das Kreuz am oberen Rand, der Titel und der Totenkopf am unteren Rand sind leicht erhaben und der schwarze Hintergrund mit den angedeuteten kahlen Bäumen, den hilfesuchenden Händen, den Herzchen, Blümchen und Schlüsseln runden das tolle Bild ab. Hinzu kommt, dass die Seiten des Buches, genau wie eine Todesanzeige, mit einem schwarzen Rand umrahmt sind. Man kann sich also in etwa schon vorstellen, was einen im Buch erwartet.

Emi verbreitet eine düstere Stimmung. Das ist aber nichts außergewöhnliches für eine 15jährige Protagonistin, die sich mit Thanatologie beschäftigt und kuriose Todesarten und Todesanzeigen in einem schwarzen Buch sammelt. Jedem Menschen, der ihr auf die Nerven geht – und das sind viele – verpasst sie in Gedanken eine Todesart und sie macht da auch vor ihrer Familie nicht halt.

Für mich als Leser ist irgendwie klar, dass Emi gar nicht so negativ ist, wie sie vorzugeben scheint. Raue Schale, harter Kern, das trifft hier sehr genau auf Emi zu. Sie trägt diesen düsteren Panzer wie einen Schutzschild vor sich her, um nicht verletzt zu werden.

Auch Erik ist nicht das, was er zu sein scheint. Die Mädchen seiner Klasse vergöttern ihn und er ist der unangefochtene „Leitwolf“, der es jedoch niemandem erlaubt, hinter seine Fassade zu schauen.

Die ersten beiden Challenges fand ich persönlich nicht so gelungen, die 2. fand ich sogar ziemlich eklig. Aber nach und nach wurden die Challenges besser, witziger und die Geschichte bekommt ihre ganz eigene Dynamik. Neben Emi und Erik spielen noch Emis Vater und seine neue Lebensgefährtin Mara, Bruder Oliver, Freundin Toni und Feindin Luisa sowie Eriks Schwester Isabella eine große Rolle.

Natürlich ist das Ende vorhersehbar, aber bis die Beiden an diesem Punkt ankommen, wird Emi noch ein Geheimnisverrat angelastet und Erik muss sich in einem labyrinthartigen Keller beweisen.

Es handelt sich bei „Für Dich soll's tausend Tode regnen“ um ein Jugendbuch mit einer Altersempfehlung ab 12 Jahren. Für das Autorinnen-Duo Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die sich hinter dem Pseudonym „Anna Pfeffer“ verbergen, ist es ein Debüt auf dem Gebiet der Jugendromane.

4ratten
Viele Grüße
Babsi

Offline Bücherkrähe

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Worum geht's?
Emi musste vor kurzem gezwungener Maßen nach Hamburg ziehen. Ihr Vater hat dort eine neue Praxis aufgemacht, bringt jetzt eine neue Freundin mit nach Hause, Emi muss an eine neue Schule und überhaupt ist „neu“ derzeit das nervigste Wort in ihrem Leben. Nervig sind auch die Menschen um sie herum, aber wie gut, dass sie denen in Gedanken die skurrilsten Todesarten an den Hals wünschen kann. Keiner ist vor ihr sicher, weder der Fußgänger im Park noch ihr Lehrer oder die Klassenoberzicke. Schließlich gerät sie mit Erik aneinander, der sich ihrer Meinung nach für den Obermacker hält, sie aber gar nicht einsieht, nach seiner Pfeife zu tanzen.
Schließlich jagen die beiden aus Versehen fast das funkelnagelneue Chemielabor in die Luft und müssen fortan zusammen Strafdienst schieben. Um sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen, stellen sie sich gegenseitig fiese Challenges – und wer kneift, muss den restlichen Strafdienst alleine verrichten…

Wie war's?
Als ich Monas Rezension auf Tintenhain zu dem Buch las war klar: ich muss es lesen. Egal, dass es ab 12 und damit ein Jugendbuch mit verdammt junger Zielgruppe ist, und egal, dass mein aktueller Lesestapel sechs (!) Bücher umfasst. Letztes Wochenende musste ich gleich zweimal ausnüchtern, und dafür war diese leichte, erheiternde Lektüre perfekt.

Ich musste mich während des Lesens ein paar Mal erinnern, dass es ein Jugendbuch sein soll, denn manchmal habe ich mir bei den Handlungen der Charaktere an den Kopf gefasst. Behält man aber im Hinterkopf, dass Emi 14, 15 Jahre alt sein dürfte, passt alles zusammen.
Emi ist eine Außenseiterin. Sie will auch nicht dazugehören, denn die meisten ihrer Mitmenschen gehen ihr gehörig auf den Keks. Sie sammelt lieber verrückte Todesarten in ihrem Schwarzen Buch, und ihre Klassenkameraden und Lehrer erträgt sie vor allem dadurch am besten, dass sie sich Todesarten für sie ausdenkt. Vor allem aber reagiert sie auf die neue Freundin ihres Vaters allergisch. Sie wird patzig bis unfreundlich und verlässt auch mal die Situation, nicht ohne vorher einige Breitseiten zu verteilen. Diese Charakterzüge und Verhaltensweisen sind den Autorinnen hervorragend gelungen, sie sind durch und durch authentisch. An einer Stelle beschreibt Emi, dass sie sich fühlt wie ein Baum, der einfach verpflanzt wurde, egal ob sie wollte oder nicht. Sie ist mit den ganzen neuen Situationen oft einfach überfordert, und ihr Vater ist keine große Hilfe.
Erik ist ähnlich gestrickt wie Emi, allerdings ist lange nicht klar, warum er sich von allen anderen fern hält und außer triefendem Sarkasmus nichts für andere über hat.
Die beiden Protagonisten ergänzen sich ausgezeichnet und entdecken, dass man auch zusammen sarkastisch sein kann um das gemeine Leben zu ertragen.

Zwei Kritikpunkte gibt es dennoch. Emi lernt eines Tages ihre Mitschülerin Toni besser kennen, die reden kann wie ein Wasserfall, und für die Punkt und Komme gut gemeinte Ratschläge sind aber nicht verpflichtend. Sie bemüht sich um Emi und ihre Freundschaft. Emi allerdings ist oft ähnlich abweisend zu ihr wie zu allen anderen, obwohl sie Toni eigentlich mag. Ein anderes Mal nutzt sie Toni fast hemmungslos als Informationsquelle aus. Was Freundschaften angeht hat Emi an manchen Stellen Nachilfebedarf!
Die neue Freundin von Emis Vater ist allem Anschein nach Veganerin. Aber ernsthaft, musste sie als derartig öko und gesundheitsfanatisch dargestellt werden? Ich war selbst mal Veganerin, und ich habe mich in dieser Darstellung null wiedergefunden.

Insgesamt ist Für dich soll’s tausend Tode regnen eine kurzweilige Lektüre, die natürlich für Jugendliche hervorragend eignet, aber auch (junge) Erwachsene schmunzeln lässt.
Ich hoffe, mehr von diesem Autorinnenduo zu hören, denn so frische Jugendbücher, vor allem mit dem schwarzen Humor, braucht die Welt.

4ratten

Offline kaluma

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Anna Pfeffer - Für dich soll's tausend Tode regnen

Inhalt:

Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und sie weiß gerade nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als Emi sich in Chemie mit Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Emi wünscht Erik tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass er längst nicht so nervig ist, wie sie dachte…

Meine Meinung:

Das Buch möchte schaurig-gruslig wirken mit seinem in Schwarz gehaltenen Cover und den an Totenkopf und Friedhöfe erinnernden Covergestaltung, sowie dem schwarzen Rand, den jede Seite hat, und ein paar erfundenen Todesanzeigen. Doch ganz so schaurig und horrormäßig ist es nicht. Schließlich wird das Buch ja bereits für Zwölfjährige empfohlen. Abgesehen von den Todesarten, die Emi sich für die meisten Menschen vorstellt, die ihr begegnen, steckt eine ganz normale Jugend-Problemgeschichte dahinter.

Emi tut sich schwer mit der Eingewöhnung nach ihrem Umzug von Heidelberg nach Hamburg. Die Todesarten, die Emi sich ausdenkt, sind somit ein gutes Ventil für ihren Ärger, nur halb so schrecklich wie sie sein sollen, meistens ziemlich passend und tragen zur augenzwinkernden Unterhaltung bei. Alles andere ist die übliche Geschichte, die man schon x-mal gelesen hat: die unscheinbare Neue und Außenseiterin wird von den angesagten Mädchen gemobbt, verliebt sich in den coolsten Jungen der Schule, es ist die Rede von Hausaufgaben, Shoppen gehen mit Freundin, Partys und ein paar Wirrungen und Missverständnissen… doch am Ende wendet sich natürlich alles zum Guten und es stellt sich heraus, dass hinter dem Alphaboy mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat.

Fazit: schnell gelesene, unterhaltsame Popcorn-Lektüre für junge Mädchen. Abgesehen von der netten Idee mit den Todesarten nichts wirklich Weltbewegendes.

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Meine Bewertung:
 3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:
Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

SLW 2017:  Koloss 0/1   Schoko 1/5   DIY 0/5   Leih 10/15         TAMKA 12  0/4

 

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