Christian Handel von Darkstars Fantasy News

Christian HandelAuf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Christian Handel von Darkstars Fantasy News vor.

Christians Steckbrief in Kürze

Echter Name vs. Spitzname: Christian Handel - Darkstar
Geburtsjahr: 1978
Oft anzutreffen: auf Buchmessen, im Cinestar am Potsdamer Platz und im Nollendorf-Kiez in Berlin
Interessen (neben der Literatur): Freunde treffen, Kino/Comics/TV-Serien – ich bin der totale Popkulturjunkie …
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: Gilt auch Hörbuch? Gerade höre ich zum zweiten Mal „A Red-Rose Chain“, ein Roman aus meiner Lieblings-Urban Fantasy-Serie „October Daye“, sozusagen als Vorbereitung für den neuen Roman, der im September auf Englisch erscheint. Als Empfehlung gebe ich immer wieder gern „Der verwunschene Zwilling“ von Lynn Flewelling an, einfach weil es ein wunderbares, herzergreifend, düsteres High Fantasy-Buch mit großartiger Charakterentwicklung ist.

Steckbrief von deinem Blog

Webseite Darkstars Fantasy News

Online seit: Februar 2008
Schwerpunkte (Genre und Besonderheiten): Fantasy / Fairy Tale Fantasy / LGBT-Literatur / Autoren-Interviews
Besucher pro Monat: > 20.000 Seitenaufrufe / Monat
Euer Lieblingsartikel auf eurer Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite):  Ich glaube, mein meist gelesener und geteilter Artikel – selbst Patrick Rothfuss hat ihn auf seinem Blog verlinkt – ist: Ein US-Buch, zwei deutsche Bücher Im Gespräch mit Lektoren großer deutscher Fantasy-Verlage

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Im Gespräch mit Christian

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Über Phantastik habe ich mich immer wahnsinnig gern unterhalten und News zum Thema geradezu aufgesogen. Irgendwann entstand die Idee für ein eigenes Newsportal, um mit meiner Begeisterung für bestimmte Neuigkeiten - wie z. B. das Autorin X an einem neuen Buch über das Thema Y schreibt - andere anzustecken. Das habe ich eine Weile auf livejournal gemacht. Und weil ich mich nicht nur für Bücher selbst, sondern auch für das Schreiben interessiere, habe ich angefangen, Autoren zu interviewen, nationale ebenso wie internationale. Die Autoreninterviews sind immer noch eine Besonderheit auf meiner Website, der mir extrem wichtig ist. Eine gute Freundin empfahl mir dann, auf einen eigenen Blog zu wechseln, und so entstand Phantasy-News.

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Aktuell ist in diesem Zusammenhang etwas schwierig, aber ich beschäftige mich viel mit LGBT-Popkultur, also mit Popkultur, die sich um lesbisch, schwule, bisexuelle, transgender … – kurz queere – Charaktere dreht. In den letzten Jahren treten solche zwar Figuren immer öfter auf, aber sie fristen immer noch ein Schattendasein, sind in den seltensten Fällen die Protagonisten eigener Geschichten. Da hat (nicht nur) die Fantasy-Literatur gewaltig Nachholbedarf. Ich stelle fest, dass sich vor allem deutschsprachige Autoren nur selten mit dem Thema beschäftigen. Im Rahmen meiner Gay Friday-Rubrik will ich auf das Thema aufmerksam machen – und natürlich Lese-Tipps zum Thema streuen.

Darkstars Fantasy News

Gute Zeiten, schlechte Zeiten Deiner Bloggerkarriere?

An schlechte Zeiten kann ich mich gar nicht erinnern, denn das Schöne am Blogger-Sein ist ja, dass das ein Hobby ist und man genau das machen kann, was man will – und wann man will. Klar, man muss drann bleiben; trotz Berufsstress und privater Verpflichtungen etc. achte ich darauf, jede Woche mehrere Beiträge zu posten. Das kann manchmal anstrengend sein. Aber ich will das ja so.

Die guten Seiten (ich schreib mal Seiten statt Zeiten) sind definitiv die Türen, die das Bloggen mir über die Jahre geöffnet hat. Dank meines  Blogs bin ich zum festen Redaktionsstamm der Nautilus – Abenteuer & Phantastik gestoßen; ich habe viele tolle Literaturmenschen kennengelernt, super Interviews führen können, hab einfach Spaß bei den Buchmessen, wenn ich auf Gleichgesinnte treffe, und auch das Moderieren von Autorenveranstaltungen und meine redaktionelle Mitarbeit auf dem hoerbuecher-blog.de und tor-online.de verdanke ich im Endeffekt den letzten Jahren als Blogger und fester Redakteur der Nautilus.

Hast du Lesemacken?

Gerade wollte ich noch „nein“ antworten, aber zwei fallen mir dann doch ein: Wenn mir ein Buch gefällt, fällt es mir schwer, es wieder auszusortieren, was dazu führt, dass meine Bibliothek größer und größer wird. Einerseits schön, andererseits möchte ich gar nicht an einen Umzug denken.

Dann achte ich pingelig darauf, dass ein Buch auch nach dem Lesen noch wie neu aussieht. Das ist anstrengend und nervt mich manchmal selbst.

Darkstars Fantasy News BücherregalWie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Das ist unterschiedlich. Ich liebe es ja, richtig bissige Verrisse zu lesen. Wenn ich ein Buch wirklich, wirklich schlecht finde, lese ich es aber in der Regel nicht zu Ende und binde mir auch nicht die Zeit, die eine Rezension in Anspruch nehmen würde, ans Bein. Aus meiner Zeit als Redakteur bei der NAUTILUS habe ich zudem mitgenommen, dass es viel schlimmer für ein Buch ist, gar nicht besprochen als verrissen zu werden. Tja, und dann kommt noch dazu, dass ich nach all den Jahren in der Szene natürlich mit vielen Autoren gesprochen habe und weiß, wie anspruchsvoll und schwierig es ist, einen Roman fertig zu schreiben und dann sogar noch über einen Verlag zu veröffentlichen. Das allein ist schon eine Leistung wert, die ich eigentlich nicht abfällig und gedankenlos unter den Tisch reden will.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Es muss mich emotional packen. Und es braucht Figuren, die ich mag.

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Die Autoren-Interviews und der Gay Friday. Und das Unabhängig sein.

Christian HandelWelchen Tipp gibst du anderen Blogger*innen?

Den gleichen Tipp, den ich auch Autoren geben würde, wenn sie mich fragen: Schreibt über das, für das ihr brennt. Und vielleicht noch: bleibt authentisch.
 
Was vermisst du in der deutschen Literaturbloggerszene?

Mehr Artikel, die sich mit queeren Themen und Anderssein auseinander setzen. Und mehr Interviews auch mit internationalen Autorinnen und Autoren.

Und was findest du gut?

Die Leidenschaft, mit der viele Blogger über Jahre jetzt schon Teil der Szene sind. Und dass sich viele Blogger nicht als Konkurrenz betrachten, sondern dass wir, wenn wir uns auf Messen oder sonst wo treffen, wirklich gut unterhalten können.

Welche andere Literaturseite sollte in dieser Gesprächsreihe auf keinen Fall fehlen?

Ganz schwierig, weil du ja schon ganz viele liebe Kollegen interviewt hast. Wenn du mich zwingst, Namen zu nennen (was ich ungern tue, weil zwangsläufig Leute unter den Tisch fallen, die auch erwähnt werden sollten), dann würde ich Daniela vom Verlorene Werke-Blog und Eva von Phantastisch Lesen nennen – einfach weil beide zwei Kolleginnen sind, die schon sehr lange in der Szene umtriebig sind und ich schon viele gute Gespräche und Diskussionen mit ihnen führen durfte.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

DANKE DIR!

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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