Claudia Lohmann von Literaturjunkie

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Claudia Lohmann von Literaturjunkie vor.

Claudia LohmannClaudias Steckbrief in Kürze

Echter Name: Claudia Lohmann vs. Literaturjunkie
Geburtsjahr: 1972
Oft anzutreffen: beim Toben und Vorlesen mit meinen Kindern, im Garten, in meiner Sofaecke beim Lesen oder Fernsehen, in der Natur und im Internet
Interessen (neben der Literatur): Gärtnern – am liebsten ökologisch und naturnah, Geschichten in anderen Medien (Film, Fernsehen, Hörspiele, Rollenspiele), backen und für mehr finde ich momentan einfach nicht die Zeit.
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: Robin Gates’ Die Feuermuse (Dazu kann ich noch nichts sagen, weil ich erst angefangen habe.) vs. Kristina Steffans Ach du Liebesglück (Habe ich im Sommer gelesen und hatte sehr viel Spaß!)

Steckbrief von Literaturjunkie

Webseite Literaturjunkie

Online seit: September 2011
Schwerpunkte: Ich finde so viele schöne Dinge, die mit Büchern zu tun haben, und poste einmal pro Woche etwas davon zusammen mit meinen persönlichen Erfahrungen und Ansichten – „Aus der Welt der Bücher“ nenne ich das.
Aber es gibt auch einmal im Monat Interviews und/oder Rezensionen, die dann vor allem mit Kinderbüchern zu tun haben. Ich hatte gedacht, meine Lesezeit hätte sich, seit meine Kinder auf der Welt sind, rapide reduziert, aber in Wirklichkeit hat sie sich nur verlagert. Ich lese jetzt sehr viel vor und das spiegelt sich eben auch auf Lietraturjunkie wider.
Besucher pro Monat: knapp 200
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Oh, ich mag meinen Bericht über die Leipziger Buchmesse dieses Jahr. Eigentlich wollte ich nur ein paar Fotos machen, um meinen Bericht netter zu gestalten, doch dann war da plötzlich die Idee in meinem Kopf, meinen Leipzig-Besuch in Selfies zu machen. Ich hatte so viel Spaß dabei! (Teil 1, Teil 2 und Teil 3  vs. Recht spontan: grundsätzlich die Bücherfrauen, aber im besonderen der Blogbeitrag von Dr. Edda Ziegler Zur Geschichte der Frauen in der Bücherbranche

Literaturjunkie & Social Media Facebook

Im Gespräch mit Claudia

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Kein Mensch braucht ein weiteres Bücherblog; das Netz wimmelt schließlich davon. Das war mir klar, als ich anfing. Aber ich brauchte sehr, sehr dringend ein Projekt, denn ich fühlte mich durch Hausarbeit und Kleinkindbetreuung in der Elternzeit massiv – so massiv wie der Himalaya – intellektuell unterfordert.

Mein Ziel war es daher, einmal die Woche einen Artikel zu schreiben, um kreativ gewesen, mir Gedanken gemacht und sie formuliert zu haben. Da Bücher einfach ein wichtiger Teil meines Lebens sind, lag es nahe darüber zu bloggen.

Ich hatte das Glück sehr früh zum Arena-Blogger-Workshop eingeladen zu werden und viele andere Bloggerinnen kennenzulernen. Durch die persönlichen Kontakte und positives Feedback ist Literaturjunkie schnell zu einem wichtigen Hobby für mich geworden, auf das ich auch jenseits der Elternzeit nicht verzichten möchte.

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Ich verfolge gespannt, wie sich der eBook-Markt entwickelt und wie das Selfpublishing den gesamten Literaturbetrieb verändert. Da bin ich sehr neugierig, was die Zukunft bringt.

Dein bestes und dein schlimmstes Erlebnis als Blogger?

Es gibt so viele schöne Erlebnisse, die mir das Bloggen gebracht haben; da finde ich es schwierig ein bestes Erlebnis zu küren. Ich liebe die ganzen persönlichen Kontakte zu anderen BloggerInnen und AutorInnen. Ich habe einige wirklich schöne Interviews geführt. Dieses Jahr war ich in Leipzig auf der Buchmesse das erste Mal als Bloggerin und es war toll zu sehen, wie sehr „wir“ und „unsere Arbeit“ gewertschätzt werden.
Ich hatte keine schlimmen Erlebnisse beim Bloggen. Ich habe natürlich von Anfeindungen, Neid und Rezi-Plagiaten gehört, aber habe gottseidank damit keine persönlichen Erfahrungen machen müssen.

Hast Du Lesemacken?

Ich behandele meine Bücher immer wie kostbares Porzellan – sie sind zwar nicht so zerbrechlich, aber kaputt können sie auch gehen. Ich überstrecke beispielsweise nicht die Buchrücken, so dass sie brechen, oder vermeide alles, was zu Eselsohren führen kann. Das führt dazu, dass gelesene Bücher bei mir immer noch wie ungelesen aussehen. Es führt aber auch dazu, dass ich sehr pingelig mit meinen Büchern bin und sehr ungehalten, wenn andere sie nicht so behandeln ...

Wie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Ich schreibe ja nicht so viele Rezensionen und die, die ich schreibe, suche ich mir vorher recht genau aus. Daher komme ich eigentlich gar nicht in die Verlegenheit mich entscheiden zu müssen. Und Bücher, die ich echt schlecht finde, lese ich auch nicht zu Ende. Wenn ich allerdings ein Buch nicht bis zum Ende gelesen habe, kann ich es auch nicht rezensieren ... Das ist bisher aber nur ein einziges Mal passiert.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Der Zauber! Etwas an der Geschichte muss mich packen: eine besonders liebenswerte Figur, ein Thema, das mein Herz berührt und meine Seele einfängt, eine geniale Konstruktion, poetische Sprache, ein witziger Stil oder eine temporeiche Erzählweise.
Und außerdem muss es natürlich handwerklich gut gemacht sein. Wenn ich ständig über Fehler (orthografische und sachliche) stolpere, Erzählperspektiven wirr wechseln, Plots vor sich hinplätschern, Genrekonventionen aus offensichtlicher Unkenntnis gebrochen, Figuren nicht entwickelt und Spannungsbögen nicht gehalten werden, dann schenke ich meine wenige und daher so kostbare Zeit dem nächsten Buch auf meinem SuB. Denn der ist wirklich groß ...

Literaturjunkie

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Dass es mir Spaß macht.
Das mag sich jetzt banal anhören, ist es aber nicht. Literaturjunkie ist ein Hobby für mich, ein wunderbares, eines, das mir viele wunderbare Begegnungen eingebracht hat, und eines, das für mich immer noch die Verbindung zu meiner Ausbildung – Ich habe ja einen Magister in Literaturwissenschaft. – hält. Sollte aber eines Tages der Fall eintreten, dass das Blog mich ernsthaft nervt oder ich mehr Stress und Ärger dadurch habe als Freude und Entspannung, werde ich aufhören.

Mit welchen Schwierigkeiten hattest du anfangs zu kämpfen und wie bist du damit umgegangen?

Ich hatte schon ein anderes Blog, so dass ich wusste, wie ich alles einrichte und wie der Hase grundsätzlich läuft. Ich habe einfach an einem Tag mit Baby auf dem Schoß Literaturjunkie auf Wordpress aufgesetzt und seitdem nur Kleinigkeiten verändert.
Inzwischen denke ich schon darüber nach das Blog zu professionalisieren, so mit eigener Domain, Logo etc., aber ich habe bisher noch nicht die Zeit und Muße dafür gefunden, die Sache weiter voranzutreiben.

Welche andere Literaturseite sollte in dieser Gesprächsreihe auf keinen Fall fehlen?

Ich lese ja nicht so viele andere Bücherblogs; dazu fehlt mir leider einfach die Zeit. Aber die Buchhexe, Monas Tintenhain und Fantastische Bücherwelt kriegen von mir regelmäßig Besuch. Die beiden letzteren waren auch schon hier. Und was ist mit dir selbst, Suse?

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

Vielen Dank für die Fragen. Es ist ein lustiges Gefühl mal auf der anderen Seite zu sein und Fragen zu beantworten, statt sie zu stellen!

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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