Heike Dewald von Irve liest ...

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Heike Dewald von Irve liest ... vor.

Heike DewaldHeikes Steckbrief in Kürze

Echter Name: Heike aka Irve (so hieß vor ca 25 Jahren mal mein Auelf in einem Rollenspiel)
Geburtsjahr: 1971
Oft anzutreffen: meiner Lieblingsbuchhandlung
Interessen (neben der Literatur): Zeit mit meiner Familie verbringen, Basteln, Socken stricken
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: „Die kalte Sofie“ von Felicitas Gruber – das wäre schon eine Empfehlung – aber eines meines Jahres-Highlights war das Hörbuch zu Susan Abulhawas Roman „Als die Sonne im Meer verschwand“. Aber auch das kürzlich gelesene „Himmel ohne Sterne“ von Rainer M. Schröder hat sich eingebrannt, sehr.

Steckbrief von Irve liest ...

Webseite Irve liest ...

Online seit: 2013
Schwerpunkte: Krimis/ Thriller, Romane mit „Mehrwert“, Kinder- und Jugendliteratur (s. KiJu2015BuWo!)
Besucher pro Monat: Völlig unvorsehbar, da sehr stark abhängig vom Blogprogramm. Während meiner jetzigen Kinder- und Jugendbuch-Wochen tummeln sich beispielsweise weit mehr Besucher auf dem Blog als sonst, aber auch Aktionen wie „Dein Urlaubsgruß schenkt Kinderlachen“ oder „Die etwas andere Adventsaktion“ (wird in diesem Jahr wiederholt) erfreuen erfreuen sich großer Beliebtheit.
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Die Herzensseite meines Blogs lautet „Helfen ist toll“. Über verschiedene Aktionen kommt Futter für meine Spendeneule zusammen, die zweimal jährlich zugunsten des Dattelner Kinderpalliativzentrums geleert wird. Auf der genannten Seite sind alle relevanten Informationen vereint.

Irve liest ... & Social Media Facebook

Im Gespräch mit Heike

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Angefangen hat alles mit einem gesponserten Link bei Facebook. Auf Lovelybooks wurden noch Teilnehmer für eine Leserunde gesucht. Die Buchbeschreibung klang interessant, also habe ich mich beworben, durfte teilnehmen und hatte einen Riesenspaß beim Austausch und wider Erwarten auch beim anschließenden Rezensieren. Ich glaube, ungefähr zu diesem Zeitpunkt fing der Gedanke an einen eigenen Bücherblog an, immer mehr Gestalt anzunehmen. Zu Beginn hat mir eine andere Bloggerin ein bisschen Schützenhilfe gegeben. Und ab da lief es immer besser, sowohl „technisch“ als auch inhaltlich. Die Buchbesprechungen fielen mir immer leichter, es kamen immer mehr Ideen für den Blog dazu und somit gibt es nun mehrere „Standbeine“. Den Hauptteil machen meine Rezensionen aus, meine Söhne betreiben die Unterseite „Blogger-Kids". Die bereits angesprochenen Seite „Helfen ist toll!“ ist dabei und ganz wichtig ist mir, wa sich ja auch schon angesprochen hatte, Kinder und Jugendliche für das Medium BUCH zu begeistern. Ihnen zu zeigen, dass es viele lesenswerte Titel gibt, mit denen man sich ganz wunderbar hinaus aus dem stressigen Alltag hinein in eine wundervolle Entspannungsphase zu begeben. Auch Kids haben Stress, manchmal erschreckend viel und ich finde es sehr wichtig, zu zeigen, dass es neben TV und Computer eine weitere Möglichkeit gibt, „runterzukommen“.

Irve liest ...

 

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Ich lese eigentlich immer querbeet, lasse mich eher nicht von aktuellen Ereignissen lenken. Lesen ist für mich wie das Betreten einer Insel, auf der ich den Alltag ausklinken möchte. Und da aktuelle Themen oft auch den Alltag mitbestimmen, versuche ich diese eher nicht in meiner Buchwahl abzubilden.

Dein bestes und dein schlimmstes Erlebnis als Bloggerin?

Ganz toll sind die netten Kontakte, die man virtuell, teils aber auch persönlich, mit anderen Bloggern und Verlagsmenschen knüpft. Schlimme Erlebnisse hatte ich zum Glück noch nicht, EIN bestes Erlebnis gibt es eigentlich auch nicht, da ich schon so viele tolle Begegnungen hatte und wunderbare buchige Erfahrungen machen konnte.

Hast Du Lesemacken?

Nein, eigentlich nicht....aber frag mal meinen Mann, der sieht das vielleicht ganz anders ;-)

Wie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Nein, einen Verriss zu schreiben, finde ich nicht fair. Ich denke, jeder Autor steckt viel Herzblut in sein Werk, was man auf jeden Fall respektieren muss. Wenn die Chemie zwischen dem blättrigen Freund und mir so gar nicht passt, halte ich Rücksprache mit dem Autor/In bzw. dem Verlag und bitte, auf meine Rezension zu verzichten. Ich versuche immer, objektiv zu bewerten, wobei natürlich immer meine persönliche Meinung durchkommt. Entweder blitzt eine verhaltene Reserviertheit durch, oder auch unverhohlene Begeisterung...aber niedermachen sollte man kein Buch. Die einzige Ausnahme für mich wäre, wenn offensichtlich grottenschlecht recherchiert wurde oder der Stil menschenverachtend, rassistisch, ausgrenzend, verletzend etc. ist. Aber durch eine gute Vorauswahl und Recherche meinerseits konnte ich dem eigenlich immer entgehen.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ich mag es, wenn die Erzählwelt stimmig ist, ganz unabhängig vom Genre. Egal ob mich in einer kindlichen Märchenwelt befinde, oder in einem thrillerigen Universum, denn das macht eine runde Sache aus dem Buch. Wenn dann noch Plot und Umsetzung stimmen – da bin ich sehr flexibel – und ich mich mit ein paar Charakteren identifizieren kann, mit ihnen leide, liebe, mitfiebere....dann bin ich buchig glücklich. Ebenfalls ganz töfte ist es, wenn ich durch das Buch meinen Horizont erweitern kann, in welcher Form auch immer :-)

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Zu Beginn habe ich immer auf die Zahlen geschielt. Wie viele Klicks habe ich, wie viele Likes....Das hat sich etwas geändert. Natürlich freue ich mich immer noch über viele Besucher, aber noch wichtiger ist mir der Austausch mit meinen Lesern, Bloggerkollegen und Verlagsmitarbeitern. Diese Fachsimpelei unter Gleichgesinnten liebe ich, das Diskutieren über Bücher, das Finden neuer Leseschätze und ich bin ein großer Freund vom Rudellesen, sprich: Leserunden, bevorzugt mit einem lebhaften Austausch.

Bücherregal von Irve liest

Mit welchen Schwierigkeiten hattest du anfangs zu kämpfen und wie bist du damit umgegangen?

Eigentlich keine. Ich hatte keine konkreten Ziele, die ich erfüllen wollte. Der Blog war und ist eine Art Lesetagebuch für mich. Zunächst habe ich nur rezensiert, auch durfte ich einige Autoren interviewen. Seit dem letzten Jahr erscheint sonntags zudem eine Wochenshow, in der ich festhalte, was ich gelesen habe, welche Neuzugänge es gibt, wie ich die nächste Woche plane und auch die nicht alltäglichen Dinge rund ums Buch erwähne – aber ich schweife gerade ab ;-) - also ich habe in erster Linie für mich geschrieben und mich immer gefreut, wenn meine Artikel auch bei anderen Gefallen gefunden haben. Und so ist es auch jetzt noch. Austausch, Vernetzung und die Freude, den weiteren bloggigen Weg zu erkunden, sind die Hauptsache.

Welche andere Literaturseite sollte in dieser Gesprächsreihe auf keinen Fall fehlen?

Es fallen mir da gerade spontan ganz viele ein, aber wenn ich an meine Bücherbloggerfreunde denke, würde ich dir Julias Zimtträumerien empfehlen, ebenfalls Miris Geschichtenwolke-Kinderbuchblog. AstroLibrium hattest du ja schon hier vorgestellt, auch ein ganz toller Blog!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

Ich danke dir, es hat viel Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten! Sehr witzig ist, dass für morgen , Samstag ein Bericht über meinen Blog in unserer Tagespresse geplant ist.

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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