Jennifer Windhorst & Thorsten Martinsen von Feuilletöne

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Jennifer Windhorst & Thorsten Martinsen von Feuilletöne vor.

Jennifers Steckbrief in Kürze

Echter Name: Jennifer Windhorst  –  gruenkariert/Frau Windhorst
Geburtsjahr: 1987
Oft anzutreffen: Bielefeld
Interessen (neben der Literatur): Musik, Meditation, Radfahren, Nachhaltigkeit, Open Science
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: „A Guide to the Good Life“ von William Irvine, „The Passion“ von Jeanette Winterson

Jennifer und Thorsten von Feuilletöne

Thorstens Steckbrief in Kürze

Echter Name: Thorsten Martinsen – Herr Martinsen
Geburtsjahr: 1970
Oft anzutreffen: Flensburg
Interessen (neben der Literatur): Musik, Kaffee, Radio, Kultur, Sport, Whisky
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: Bov Bjerg - Auerhaus  – Autobiographien von Thomas Bernhard

Steckbrief von Feuilletöne

Webseite Feuilletöne

Online seit: 2012
Schwerpunkte: Literatur, Musik, Film, Serie, Kultur
Besucher pro Monat: Zahlen sind für uns nicht wichtig. Das Wichtigste ist, dass die, die uns hören, Spaß an unseren Sendungen haben.
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Unsere Sendung über Auerhaus (Folge 135 ) – Bücherstadt Kurier

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Im Gespräch mit Jennifer & Thorsten

Die Feuilletöne ist in erster Linie ein Kulturpodcast, in  dem ihr wöchentlich nicht nur  über literarische Neuigkeiten berichtet, sondern auch immer wieder "nerdiges" hinein  packt (Infos zu Star Wars und Doctor Who usw.). Wie und warum habt ihr euch  für  diese Form (damit meine ich sowohl die Form des Podcasts, als  auch das Format der  Sendung mit der Themenauswahl) entschieden und welches Ziel hattet ihr dabei?

Für diese Form haben wir uns gar nicht so recht entschieden, es ist ei gentlich zu uns gekommen, wenn man so will. Es hat sich selbst entwickelt. Im Laufe der Jahre sind  wir da gelandet, wo wir jetzt sind. Wir haben im lockeren Gespräch gestartet, Themen ausprobiert und uns immer wieder auch von ihnen getrennt, wenn wir gemerkt haben,  dass sie dauerhaft nicht tragen. Dass wir also damit nicht mehr glücklich waren. Das passiert immer mal wieder in gewissen Abständen und wird sicher auch zukünftig so sein. Am Anfang war es eine ganz andere Sendung als heute! Sogar unseren Namen haben wir geändert, weil er nicht mehr zu dem passte, was wir jetzt machen. Dieses Format ist also nicht einfach da gewesen, sondern entstand eher im Laufe der Zeit aus unseren Vorlieben.

Feuilletöne

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die euch ganz besonders beschäftigen?

Seit Anbeginn - nämlich seit der ersten Sendung - beschäftigt uns jedes Jahr der  Bachmann Preis. Ansonsten beschäftigen wir uns sehr gern mit Autobiographien. Auch Novellen und Erzählungen mögen wir, die Aktualität spielte dabei eine  zweitrangige Rolle. Das ändert sich aber ab 2016.

Wie wählt ihr eure Themen aus und wie viel Zeit benötigt ihr für die Sendungsvorbereitung?

Das kommt ein wenig auf die Rubrik an. Bei 'Neuigkeiten' ergibt sich das Ganze fast  von selbst. In der Rubrik 'Gelesen' muss halt das Buch oder der Text gelesen werden  um den es geht, das kann zwischen 20 Minuten und mehreren Tagen dauern. Zukünftig wird es in dieser Rubrik auch wesentlich aktueller zugehen, ähnlich wie in 'Gehört'. Der Inhalt dieser Rubrik ergibt sich aus den Albenveröffentlichungen der Klassik,  des Jazz oder der populären Musik der letzten Wochen. Da wird dann erstmal  vorsortiert. Die, die in die Sendung kommen, müssen dann natürlich auch noch gehört  werden. Und bei den Filmen und Serien ist es ähnlich. Wir tauschen uns im Vorfeld der Sendung sehr rege aus und wählen dann aus, was wir wann besprechen. 'Empfehlungen‘ sind entweder Dinge, die es nicht in eine der anderen Rubriken geschafft haben, oder wir empfehlen Premieren einer Oper oder Sendungen im  Radio, Fernsehen und Ähnliches. Da wir nicht nur zum Text, dem  Buch, dem Film, der Serie oder dem Album was sagen mögen, muss natürlich auch über die Autoren, die Musiker oder die Schauspieler recherchiert werden. Das ist schon ein gewisser  Zeitaufwand. Wenn das alles gemacht ist, nehmen wir die Sendung auf, schneiden sie, produzieren sie, schreiben den Artikel des Blogs und veröffentlichen schließlich. Insgesamt braucht es schon drei bis vier Tage pro Sendung – und das jede Woche.

Erzählt uns doch auch etwas über die verwendete Hard- und Software.

Wir sprechen in dynamische Mikrofone. In ein Shure SM7b und ein Røde Procaster. Wir haben beide ein Focusrite Saffire Audiointerface. Von dort geht das Signal jeweils in einen Mac. Wir benutzen Skype, um miteinander zu sprechen. Alle Signale laufen dann in Reaper zusammen, welches das Backup macht, mit dem geschnitten  und  produziert wird. Abgehört wird alles mit Sennheiser-Kopfhörern.

Euer bestes und schlimmstes Erlebnis als Moderatoren?

Ein schlimmes Erlebnis haben wir gleich in der ersten Folge durchlebt, als Frau Windhorst 5 Minuten vor der Sendung ihr Interface mit Wasser bekippte und  statt durch ein halbwegs vernünftiges Mikro mit dem Handy-Headset skypte. So klang das  Ganze dann auch!

Habt ihr Lesemacken?

Frau Windhorst hat eine fürchterliche Lesemacke: Sie liest in der Regel  mindestens 3  Bücher gleichzeitig, in der Regel mindestens 2 Sachbücher und mehrere Romane. Deshalb ist sie ihrem E-Book-Reader sehr dankbar, dass sie für diese Gewohnheit nicht mehr ein paar Kilo mit sich herum schleppen muss ...

Herr Martinsen liest sich sehr oft laut vor. :D

Wie reagiert ihr, wenn euch ein Buch überhaupt nicht gefällt? Gibt es da auch mal  einen Verriss oder hüllt ihr den Mantel des Schweigens darüber?

Da gibt es einen Verriss. Siehe 'Der Tod in Venedig' von Thomas Mann in  Folge 12x. Thomas Mann haben wir ohnehin sehr gerne auf dem Kieker. Insgesamt passieren  Verrisse aber eher selten, weil wir so viel Spaß daran haben, über die Dinge zu reden,  die wir mögen, und unsere Zeit nunmal begrenzt ist.

Was macht für euch ein gutes Buch aus?

Spannung und eine hübsche Sprache. So wenig Geschwafel wie möglich. Seitenlange Beschreibungen wie alles aussieht und welche Farbe die  Naht eines Gürtels hat, gehen gar nicht.

Was ist euch an Feuilletöne ganz besonders wichtig?

Dass alle Freude an der Sendung haben. Hörer, Kulturschaffende und am Ende natürlich auch wir.

Mit welchen Schwierigkeiten hattet ihr anfangs zu kämpfen und wie seid ihr damit umgegangen?

Öffentlichkeit war und ist immer schwierig. Wieviel gibt man Preis? Was behält man für sich? Wie kommt man sich nicht abhanden? Wie geht man mit Kritik um? Kritik kann manchmal sehr verletzend sein. Das alles war am Anfang sicher noch viel schwieriger als jetzt. Wir sind aber beide mit diesem Projekt gewachsen. Wir lernen von unseren Hörern und deren Feedback. Wir lernen aber auch dauernd viel voneinander.  

Welche andere Literaturseite sollte in dieser Gesprächsreihe auf keinen Fall fehlen?

Das wunderbare Bücherstadt Kurier!  -- > war leider schon :(

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt für das Interview!

Es war uns ein großes Vergnügen. :)

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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