Martina Meyen von Eseloehrchen

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Den Anfang macht Martina Meyen mit ihrem Blog "Eseloehrchen", auf dem sie seit 2012 ihren Lesestoff rezensiert.

Martina Meyen

Martinas Steckbrief in Kürze

Echter Name vs. Nickname: Martina / Nina
Geburtsjahr: 1963
Oft anzutreffen in: Leserunden, denn ich liebe den Austausch über Literatur. An der Sieg, wo ich gerne spazieren gehe. Und natürlich im Kino.
Interessen (neben der Literatur): Filme im Kino und seit Breaking Bad auch Serien, Yoga, walken und meine zwei Katzen
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: Blackout von Marc Elsberg! Und das ist auch gleichzeitig meine spontane Buchempfehlung, denn das Buch haut mich wirklich um und lässt mich auch außerhalb des Lesens nicht los.

Steckbrief des Eseloehrchens

Webseite Eseloehrchen - Lesen ist sexy!

Online seit: Januar 2012
Schwerpunkte: Rezensionen zu meinen gelesenen Büchern und hier sind viele Genres vertreten. Ich würde auch gerne über Filme und Serien schreiben, aber das lässt meine spärliche Freizeit momentan nicht zu
Besucher pro Monat: ca 2500
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Meine Lieblingsartikel sind immer meine Jahresrückblicke, weil es einfach schön ist, auf ein Lesejahr zurückzublicken  und darüber zu schreiben. Außerdem liebe ich Statistiken und werte mit viel Spaß meine Excel-Liste aus, in der ich alle gelesenen Bücher aufliste. Meinen Linktipp kann ich mir eigentlich sparen, denn wer das hier liest, kennt ja schon meine Lieblingsseite Literaturschock. OK, daneben mag ich die neue Buchkolumne von Karla Paul sehr gerne.

Eseloehrchen & Social Media

Im Gespräch mit Martina

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Zu meinem Blog bin ich gekommen wie die Jungfrau zu Kind. Ich habe 2009 angefangen, Rezensionen zu schreiben, die ich aber nur bei Amazon veröffentlicht habe. Mein Liebster, der als Webdesigner seine Brötchen verdient, meinte dann irgendwann, ich könne meine Rezensionen doch auf einem eigenen Blog veröffentlichen. Und um die Sache etwas zu beschleunigen, hat er mir dann Eseloehrchen zu Weihnachten geschenkt. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein! Der zweite Teil der Frage ist damit auch beantwortet, denn ein Ziel hatte ich zunächst keins. Ich habe es anfangs nur für mich gemacht. Das ist mittlerweile anders. Ich freue mich riesig über positives Feedback und jeden neuen Leser, der meinen Newsletter abonniert. Und daraus resultiert mein Anspruch, meine Sache gut zu machen.

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Über Literaturschock, die Kolumne von Karla Paul und Facebook bekomme ich die aktuellen Informationen über die Literaturszene. Alles ist auf seine Art wichtig und der Blick hinter die Kulissen ist manchmal sehr ernüchternd. Die Hetze gegen Amazon fand ich heftig, die Diskussionen über das Urheberrecht verfolge ich mit großem Interesse.

Dein bestes und dein schlimmstes Erlebnis als Bloggerin?

Ich hatte bisher nur positive Erlebnisse. Ich habe viele sehr interessante Menschen aus der Bücherwelt kennen gelernt, durfte einen meiner Lieblingsautoren schon zweimal in meinem Wohnzimmer zu einer Lesung begrüßen. Das war ein absolutes Highlight! Ich freue mich immer noch, wenn ich nette Mails bekomme von Lesern oder Autoren, die meinen Blog mögen.  Ein richtig negatives Erlebnis blieb mir bisher erspart. Allerdings bin ich auch sehr zurückhaltend in der Bloggerwelt, habe nur wenige ausgesuchte Kontakte zu anderen Bloggern und mache am liebsten mein eigenes Ding.

EseloehrchenHast Du Lesemacken?

Soll ich das wirklich verraten? Ok, wenn ich die Spannung gar nicht mehr aushalte, lese ich schon mal die letzten Seiten recht früh. Ich weiß, dass jetzt viele mit dem Kopf schütteln, aber für mich bleibt ein Buch auch spannend obwohl ich das Ende kenne. Ich durfte vor kurzem das erste Mal die Rohfassung eines Thrillers testlesen. Somit kannte ich ja den kompletten Inhalt. Und trotzdem habe ich es dann sehr genossen, als ich dann das fertige Buch noch mal gelesen habe und es war immer noch sehr spannend für mich.

Eine weitere Macke, die ich aber mit vielen anderen Lesern gemeinsam habe: Ich gehe übervorsichtig mit meinen Büchern um und wenn ich sie gelesen habe, sehen sie immer noch aus wie neu. Und ich habe auch schon einige Leser aus meinem Freundeskreis missioniert, die mir dann ganz stolz berichten, wenn sie es geschafft haben, ein Buch zu lesen ohne ihm Knicke oder Flecken zuzufügen. Es ist für mich jedes Mal fast ein sinnliches Erlebnis, ein neues Buch auszupacken, daran zu schnuppern, liebevoll das Cover zu streicheln und dann die ersten Zeilen zu lesen.

Wie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Ich entscheide meist nach ca. 100 Seiten, ob ich ein Buch zu Ende lese oder nicht. Meine Lesezeit ist so begrenzt, dass ich sie nicht mit Büchern vergeuden mag, die mir nicht gefallen. Schon allein aus diesem Grund kann ich keine Rezension schreiben. Das wäre doch unfair dem Buch, dem Autor und auch meinen Lesern gegenüber, wenn ich ein Buch vorstelle und (schlecht) bewerte, von dem ich nur den Anfang kenne. Es passiert allerdings sehr selten. Denn ich wähle meine Bücher sehr sorgfältig aus und lese fast nie ein Buch, ohne mir vorher die Leseprobe angeschaut zu haben. Die „Abbrüche“ landen natürlich auch in meiner Excel-Liste und in meiner Jahresstatistik erwähne ich die Zahl in einem Halbsatz.

BücherregalSollte es sich bei so einem „Abbruch-Buch“ um ein Rezensionsexemplar handeln, informiere ich Verlag bzw. Autor freundlich, warum mir das Buch nicht gefallen hat und ich es nicht auf meinem Blog vorstelle. Darauf weise ich meistens auch schon im Vorfeld hin, bevor ich eine Rezensionsanfrage annehme. Aus diesem Grund findest du auf meinem Blog auch nur Bücher, die ich mit mindestens 3 Amazonsternen bewertet und zu Ende gelesen habe. Ich weiß, dass es dazu unterschiedliche Meinungen gibt, aber ich habe das für mich so entschieden. Ich spreche lieber Empfehlungen aus statt Bücher und damit auch den Verfasser öffentlich zu kritisieren. Ich weiß, dass konstruktive Kritik wichtig ist, aber ich mag es nun mal nicht öffentlich aussprechen. Falls natürlich jemand wissen möchte, welche Bücher mir nicht gefallen haben, kann er mich gerne anschreiben und fragen.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gutes Buch erfüllt oder übertrifft meine Erwartungen. Es bleibt mir lange im Gedächtnis. Es überrascht mich mit seinem Schreibstil, seiner Geschichte und / oder seinem Ende. Es fesselt mich so sehr, dass ich das Gefühl habe, in dem Buch zu wohnen und ich vergesse zu essen und zu schlafen.

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Mein Blog spiegelt das wider, was ich gerne lese und das ist sehr vielseitig. Es wäre mir persönlich zu langweilig, nur über ein Genre zu schreiben. Mein Schwerpunkt liegt zwar auf Spannungsliteratur und historischen Romanen, aber manchmal mag ich es auch lustig oder skurril oder dystopisch. Was ich allerdings gar nicht mag, sind kitschige Liebesromane.

Außerdem lege ich großen Wert auf Rechtschreibung und Grammatik. Ich weiß gar nicht, wie oft ich eine Rezension lese, bevor ich sie veröffentliche.

Auch sehr wichtig ist für mich die Übersichtlichkeit. Als ich vor einiger Zeit nach einem neuen Blogtheme gesucht habe, war das mein wichtigstes Auswahlkriterium. Ich mag es nicht, wenn ich bestimmte Beiträge erst nach einer längeren Suche finde.

Gibt es Empfehlungen, die du anderen Betreibern mit auf den Weg geben möchtest? Was sie tun (z.B. um ihre Seite bekannter zu machen) oder sein lassen sollten (Anfängerfehler, Stolpersteine)?

Das ist für mich die schwierigste Frage, denn ich bin nun wirklich kein Experte auf diesem Gebiet und auch kein Freund von guten Ratschlägen. Es gibt ja unterschiedliche Gründe und auch unterschiedliche Ziele. Hilfreich sind natürlich soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Das empfehle ich wirklich jedem. Und wer weitere spezielle Tipps haben möchte, kann mich gerne anschreiben.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

Das habe ich sehr gerne gemacht, es war mir ein Vergnügen und ich freue mich sehr, dass du mein Blog für diese Aktion ausgesucht hast.


 

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