Nadine von Science Fiction & Fantasy Book Reviews

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Nadine mit ihrem englischsprachigen Blog "Science Fiction & Fantasy Book Reviews" vor.

 

Nadines Steckbrief in Kürze

Echter Name vs. Nickname: Nadine/Wendy
Geburtsjahr: 1986
Oft anzutreffen in: Monatsrunden, weil ich es liebe nach verrückten Kriterien zu lesen.
Interessen (neben der Literatur): Bloggen, TV-Serien (am besten eine ganze Staffel auf einmal), Filme
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: Station Eleven von Emily St. John Mandel – ein hoffnungsvolles Buch, das zeigt, dass auch nach der Apokalypse die Menschen sich noch nach Kunst sehnen. Aktuelles Buch: V.E. Schwab – A Darker Shade of Magic

Steckbrief von Science Fiction & Fantasy Book Reviews

Webseite Science Fiction & Fantasy Book Reviews

Online seit: 2012
Schwerpunkte: Fantasy und Science Fiction Bücher, daher auch der “originelle” Blogname
Besucher pro Monat: 2.500 – 3.000
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Ich habe zwei Lieblings-Seiten auf meinem Blog. Meine literarische Weltreise und meine Liste von Märchenadaptionen. Was mir beim Schreiben am meisten Spaß macht sind Jahresrückblicke, weil ich mich dabei auf die besten Bücher und meine liebsten Blogger und Autoren konzentriere. Schlechte Bücher sind da wie vergessen.

Mein Linktipp für LeserInnen, die auch englische Blogs verfolgen, sind die bücher-schmuggelnden Book Smugglers. Besonders empfehlenswert ist dort das große Jahres-Endevent “Smugglivus”, wo sich immer zahlreiche Autoren und Blogger beteiligen und tolle Artikel und Lieblingslisten posten.

Science Fiction & Fantasy Book Reviews & Social Media

Im Gespräch mit Nadine

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Ursprünglich ging es mir vor allem darum, meine eigenen Gedanken zu gelesenen Büchern an einem Ort zu sammeln. Im Forum tummele ich mich schon viele Jahre, aber die eigenen Rezensionen auf einen Blick zu finden, ist gar nicht so leicht. Der Kontakt zu anderen Lesern und Leserinnen gehört für mich aber einfach dazu. Ohne Literaturschock-Forum wäre meine Lesewelt nur halb so schön – und eine ähnliche Entwicklung hat auch mein Blog durchgemacht. Ich habe andere Blogger kennen gelernt, die mich wiederum zu tollen Buchempfehlungen führen.

Wendys RegalWarum hast du dich dafür entschieden, deinen Blog englischsprachig zu halten und aus welchen Ländern kommen deine Besucher überwiegend?

Begonnen habe ich auf deutsch (ein paar einsame deutsche Rezensionen sind auch noch auf meinem Blog zu finden), aber je mehr englische Neuerscheinungen ich gelesen habe, umso weniger andere Blogger hatte ich, um mich darüber auszutauschen. Der Wechsel ging also sehr rasch und hat mir nicht nur geholfen, mein Englisch zu üben, sondern auch neue Welten eröffnet und mir neue Freunde beschert.

Die Wordpress-Elfen sagen mir, dass der Großteil meiner Besucher aus den USA, Großbritannien, Australien und Deutschland kommt.

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Ich trauere noch um Terry Pratchett, dessen Bücher wohl die meist-rezensierten auf meinem Blog sind. Seit ich mich in die Tiffany Aching Reihe verliebt habe, wurde praktisch ein Scheibenwelt-Roman nach dem anderen verschlungen. Der Verlust eines solchen Autors trifft mich natürlich sehr, auch wenn ich Sir Terry nie persönlich getroffen habe.

Ansonsten dreht sich bei mir aktuell alles um die Hugo Awards. Dieses Jahr ist nach Bekanntgabe der Finalisten ein wenig Chaos ausgebrochen, um es gelinde zu sagen. Hier darauf einzugehen würde eindeutig den Rahmen sprengen, daher verweise ich Interessierte auf unseren guten Freund Google (Stichwort: Sad Puppies).

Dein bestes und dein schlimmstes Erlebnis als Bloggerin?

Mein bestes Erlebnis ist, wenn ein Autor oder eine Autorin meine Rezensionen entdeckt und sie z.B. auf Twitter teilt. Natürlich schreibe ich Rezensionen nicht für die Autoren selbst, sondern für andere Leser und für mich, aber wenn eine Ysabeau Wilce sich öffentlich über meine Rezension freut, kann ich nicht anders als übers ganze Gesicht zu strahlen. Die magische Barriere zwischen Autor und Leser existiert im Internet nicht wirklich und es ist einfach schön, wenn man einem Künstler direkt sagen kann, dass er einem eine Freude mit seinem Werk bereitet hat.

Schlimme Erlebnisse hatte ich persönlich noch nicht (zum Glück), aber ich bin schon vorsichtig damit, was ich auf meinem Blog preisgebe. Die Erfahrung anderer Blogger zeigt, dass Diskussionen über brenzlige Themen ihren Preis haben. Ich persönlich möchte keine beleidigenden Kommentare auf meinem Blog, keine Drohungen und Beschimpfungen, daher halte ich mich von “gefährlichen” Themen einfach fern. Diese Entscheidung habe ich relativ früh für mich getroffen, ich folge aber mit Begeisterung mutigeren Bloggern, die sehr wohl über die Dinge sprechen, die im SFF Fandom schief laufen.

Hast Du Lesemacken?

Abgesehen von einem Hang zum Extrem-Parallellesen nehme ich  mir jedes Jahr zu viel vor. Besonders Listen und Wettbewerbe haben es mir angetan. Anstatt mich auf ein Thema zu konzentrieren, melde ich mich überall an in der Hoffnung dass mir plötzlich endlos viel Lesezeit zufliegt. So lese ich 2015 etwa rund um die Welt, entdecke Neuerscheinungen, neue weibliche Fantasyautoren, probiere Autoren verschiedenster Herkünfte und Märchenadaptionen und mache so ganz nebenbei mit 15 Büchern beim Literaturschock'schen SUB-Listen-Wettbewerb mit. Ich brauche Hilfe!

Buzzaldrins BücherWie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Verrisse habe ich genug geschrieben, allerdings achte ich darauf, die Autoren nicht persönlich anzugreifen oder Vermutungen anzustellen, was sie sich beim Schreiben gedacht haben könnten. Ein schlechtes Buch wird bei mir rezensiert. Manchmal wirkt so ein ordentlicher Verriss richtig erleichternd. Was ich nicht rezensiere sind Bücher, die so langweilig oder nichtssagend sind, dass mir meine Zeit dafür zu schade wäre. Das müssen nicht mal schlecht geschriebene Werke sein. Manchmal fällt einem einfach nichts ein und in solchen Fällen zwinge ich mich auch nicht, krampfhaft irgendetwas zu schreiben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Charaktere stehen an erster Stelle. Natürlich lese ich auch gerne Bücher, in denen alles explodiert und unfehlbare Helden die Welt retten, ohne viel Hintergrund oder Tiefe. Aber ein wirklich gutes Buch hat für mich immer glaubhafte, tiefgründige Charaktere. Dabei spielt das Genre oder die Altersklasse übrigens gar keine Rolle.

Ein gutes Beispiel ist der Raven Cycle von Maggie Stiefvater. Ich habe selten von einer Gruppe so vielschichtiger Teenager gelesen – da können sich viele Erwachsenenautoren noch etwas abschauen.

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Mein Blog und meine Wohnung unterscheiden sich ganz krass: Mein Blog ist übersichtlich und aufgeräumt. Jeder Link hat seinen Platz, jede Liste ihr zuhause. Für meine Rezensionen verwende ich immer dasselbe Grundformat. Ein paar Sätze zur Einleitung, die wichtigsten Informationen zum Buch, der Klappentext und dann meine Eindrücke zum Buch inklusive Punktewertung.

Wichtig ist mir, dass meine Besucher sich leicht zurechtfinden und schnell Kommentare hinterlassen können. Möglichkeiten mir zu folgen, finden sich in der Sidebar, ebenso wie meine E-Mailadresse.

Wie meine Wohnung aussieht, dürft ihr euch jetzt selbst ausmalen.

Gibt es Empfehlungen, die du anderen Betreibern mit auf den Weg geben möchtest? Was sie tun (z.B. um ihre Seite bekannter zu machen) oder sein lassen sollten (Anfängerfehler, Stolpersteine)?

Um den Bekanntheitsgrad zu steigern, empfehlen sich natürlich soziale Netzwerke, allen voran Twitter oder Tumblr. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man treue Leser vor allem durch Interaktion gewinnen kann. Also: lest andere Blogs, kommentiert, unterhaltet euch. So trifft man nicht nur Leser für das eigene Blog, sondern auch Freunde, mit denen man sich weiter über Bücher austauschen kann.

Die Bücher-Bloggosphäre besteht aus engen Gruppen, die sich mit anderen Gruppen überschneiden.  Blogger empfehlen sich oft gegenseitig und schicken so die eigene Leserschaft zu ihren Lieblingsblogs und umgekehrt.

Für mich waren hohe Besucherzahlen nie wichtig, aber ich freue mich natürlich, wenn meine Lieblingsbücher ein paar Leser mehr finden, weil ich online die Klappe nicht halten kann. :)

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

Vielen Dank für die Einladung! Ich freue mich schon auf deine nächsten Gäste und bin gespannt was sie zu erzählen haben.

 


 

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