Nika Sachs von Bordsteinprosa

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Nika Sachs von Bordsteinprosa vor.

Nikas Steckbrief in Kürze

Echter Name vs. Spitzname: Karena // Bordsteinprosa
Geburtsjahr: 1987
Oft anzutreffen: Twitter // überall, wo es Bücher, Musik und Kunst gibt
Interessen (neben der Literatur): Musik machen, zeichnen
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: aktuelles Buch ist “ersticktes Matt” von Nina C. Hasse // meine spontane Buchempfehlung ist “Xerubian – aath lan 'tis” von Andreas Hagemann

Nika Sachs - Bordsteinprosa

Steckbrief von deinem Blog

Webseite  Bordsteinprosa

Online seit: November 2015
Schwerpunkte (Genre und Besonderheiten): literarische Belletristik, Belletristik, alles, was sich unkonventionell durch Herz und Kopf frisst
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Auf ein unkonventionelles Interview mit Fantasyautor Richard Schwartz

Bordsteinprosa & Social Media

Bordsteinprosa bei Twitter Bordsteinprosa bei Twitter

 

Im Gespräch mit Nika

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Mein Ziel war es, mich mit dem Thema Selbstreflexion in der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen. Wir Autoren sind alle ein Stück weit gläsern dür den Rest der Welt. In jeder unserer Geschichten steckt etwas von uns drin, gibt etwas von uns preis. Deshalb findet sich auf meinem Blog auch beides: sozialkritische Fragen an mich selbst und meine eigenen Geschichten, sowie konstruktive Kritik an anderer Autoren Geschichten.

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Dauerhaftes Thema ist das Scheitern mit Lichtblick. Ich bin kein Freund von reinen Dramen, bevorzuge die cleveren Tragikomödien. Derzeit setze ich mich jedoch speziell mit dem Thema Selbstfindung und -werdung auseinander.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten Deiner Bloggerkarriere?

Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt so viele Leser*innen bekommen könnte. Derzeit werden es stetig mehr, was mich unendlich glücklich macht. Seit letztem Jahr hatte ich also ein konstantes Wachstum, über welches ich mich freue, solange es besteht.

Hast du Lesemacken?

Absolut! Ich kann nicht stillsitzen. Am liebsten lese ich auf dem Sofa oder im Bett, und auf beidem turne ich mit Buch oder Telefon herum. (Ich lese eBooks auf dem Smartphone)

Bordsteinprosa

Wie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Das kommt auf den Inhalt an. Wenn etwas wirklich schlecht ist, weil die Aussagen des Textes schlecht recherchiert,moralisch verwerflich oder ideologisch gefährlich sind, spreche ich das an. Wenn mir ein Buch nicht zusagt oder es einfach (noch) nicht marktreif ist, blogge ich nicht darüber. (wobei ich dabei stark darauf achte, eigene Meinung und Kritik an Inhalt und Handwerk zu trennen)

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Bordsteinprosa BücherregalEs muss etwas in mir bewegen. Nachhaltig. Ich habe keine Richtlinie, die eingehalten werden muss. Aber ich bin schon sehr sprachverliebt. Für mich persönlich ist ein gutes Buch eine Mischung aus kreativer und qualitativ hochwertiger Sprache, unkonventionell dargestelltem Inhalt und bildgewaltigen Emotionen, die danach bleiben.

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Dass man mich als leidenschaftliche Autorin und Leserin begreift, hinter der auch nur ein Mensch mit einer persönlichen Meinung, Schwächen und Stärken steckt. Was ich schreibe ist für viele Leser speziell von Interesse, weil ich neurodivers bin. Das bedeutet, ich habe autistische Züge und bin Synästhetikerin. Meine Welt ist so anders verknüpft, wie die vieler anderer Menschen, dass es meine Kreativität massiv beeinflusst. So kreativ interpretiere ich auch Menschen, Ereignisse und Texte. Eben anders emotional, als man es auf einem Buchblog erwartet.

Welchen Tipp gibst du anderen Blogger*innen?

Bleibt euch selbst treu! Wir sind ein Teil der Buchwelt, in der wir leben wollen. Niemandem ist geholfen, wenn wir irgendwem nach der Nase reden und uns später wundern, weshalb der Markt sich in die eine oder andere Richtung negativ entwickelt. Vielfalt und Qualität der Bücher sollten unbedingt erhalten und weiter gefördert werden.

Was vermisst du in der deutschen Literaturbloggerszene?

Mehr Interkonnektivität. Der Buchmarkt hat sich in den letzten Jahren zunehmend verändert. Es gibt unglaublich viele (gute wie schlechte) Selfpublisher, Literaturveranstaltungen und Events, bei dem auch die Leser und Selbstverleger anwesend sind. Ich wünsche mir dahingehend einfach mehr Zusammenarbeit. Auch die Bücher und Literatur-start-ups aus dem Selfpublishing und anderen, verlagsfreien Medien, müssen Qualität liefern, um marktfähig zu sein. Meiner Meinung nach können wir alle voneinander profitieren, ohne in zu starker Konkurrenz zu stehen.

Und was findest du gut?

Dass viele Blogger sich wahnsinnig viel Mühe geben, ihre Texte anspruchsvoll zu gestalten und sich für fast nichts zu schade sind.

Welche andere Literaturseite sollte in dieser Gesprächsreihe auf keinen Fall fehlen?

Das Konzept der Österreichischen Seite Literakt finde ich ziemlich gut. Das Motto des poetisch-erotischen Liter*akt*s ist: Bücher ziehen uns an. Was wünscht man sich als Leser mehr, als die Klamotten aus und ein gutes Buch anziehen zu können?

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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