Saskia Weyel von Who is Kafka?

 Saskia Weyel

Auf Literaturschock werden in regelmäßigen Abständen interessante Bücherblogs, Literaturseiten und Rezensionsportale vorgestellt. Die ursprüngliche Idee könnt ihr im Artikel Bücherblogs, Literaturseiten, Rezensionsportale ... ? nachlesen. Heute stelle ich euch Saskia Weyel von Who is Kafka? vor.

Saskias Steckbrief in Kürze

Echter Name: Saskia Weyel
Geburtsjahr: 1991
Oft anzutreffen: In Köln
Interessen (neben der Literatur): Kochen, Physik, Fotografie, Serien und Filme
Aktuelles Buch vs. spontane Buchempfehlung: „Willkommen in Night Vale“ von Joseph Fink und Jeffrey Cranor vs. „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag

Steckbrief von Who is Kafka?

Webseite Who is Kafka?

Online seit: Januar 2015
Schwerpunkte: Belletristik, von allem etwas, häufig zeitgenössische Romane und sämtliche Facetten der Fantasy
Besucher pro Monat: Um die 3000
Dein Lieblingsartikel auf deiner Seite vs. Linktipp (z.B. andere Literaturseite): Einen einzigen Lieblingsartikel kann ich gar nicht benennen; generell mag ich die Blogbeiträge aus den Kategorien „Blogweltengequatsche“ und „Von der Liebe zum Lesen“ am liebsten, zum Beispiel den Artikel „Wie das Lesen uns zu besseren Menschen macht“. Mein Linktipp? Der Blog meiner lieben Freundin Marie Graßhoff, der Autorin von Kernstaub. Es wird so einiges Spannendes geschehen in den nächsten Wochen und Monaten, deswegen kann ich nur jedem empfehlen, up to date zu bleiben! ;)

 Who is Kafka? & Social Media FacebookInstagram

Im Gespräch mit Saskia

Wie und warum hast du das Thema "eigenes Blog" angepackt und welches Ziel hattest du dabei?

Ich weiß noch, wie lange ich mit mir gehadert habe, bis ich mich schließlich dazu durchringen konnte, „Who is Kafka?“ ins Leben zu rufen. Die Literatur ist schon seit jeher meine Leidenschaft – bereits bevor ich lesen konnte, war ich vernarrt in Bücher. Als ich Buchblogs im Internet entdeckte, dachte ich: „Das will ich auch machen!“, doch es dauerte noch Monate, bis ich genügend Mut gesammelt hatte, um mich an die Arbeit zu machen. Ich zweifelte daran, dass es jemanden interessieren könnte, was ich so von mir gebe, und glücklicherweise hat sich diese Befürchtung nicht bewahrheitet. Mein primäres Ziel beim Erstellen des Blogs war, in Kontakt mit anderen Büchermenschen zu treten, und ich hätte niemals gedacht, dass mein Hobby sich so rasant zu einem Teil meines Berufs wandeln könnte.

 Who is Kafka?

Gibt es aktuelle Literaturthemen, die dich ganz besonders beschäftigen?

Es ist vielleicht nicht direkt ein Literaturthema, steht jedoch damit in Zusammenhang: Nach den Bloggersessions auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse kam das Thema der Professionalisierung und Monetarisierung von Buchblogs auf. Es ist sehr wichtig, dass wir Buchblogger unseren Wert als leidenschaftliche Distributoren von Literatur erkennen und uns dementsprechend in der Literaturlandschaft platzieren. Daher arbeite ich gerade mit einigen bekannten Bloggergesichtern an einem tollen Projekt für Buchblogger von Buchbloggern. Seid gespannt!

Dein bestes und dein schlimmstes Erlebnis als Bloggerin?

Ich habe das Glück, als Bloggerin bisher noch keine schlimmen Erfahrungen gemacht zu haben. Dafür habe ich ganz viel Wundervolles erlebt! Am schönsten sind die Zusammentreffen auf den Buchmessen und der Kontakt zu all den bücherverrückten Menschen. Es sind richtige Freundschaften aus dem Buchbloggen entstanden, die mir sehr viel bedeuten und das Bloggen zu einem noch größeren Spaß machen. Man glaubt gar nicht, wie viel das Buchbloggen einem geben kann, bis man es selbst ausprobiert.

Hast Du Lesemacken?

Lesemacken hat wohl jeder. Meine ist ganz eindeutig, dass mein Leseverhalten abhängig von meiner sprunghaften Laune ist. Im einen Moment will ich unbedingt dieses eine Buch lesen, merke nach fünfzig Seiten aber, dass ich eigentlich Lust auf etwas ganz anderes habe. So hüpfe ich mal in dieses, mal in jenes Buch, lese immer wieder mehrere Bücher parallel oder breche auch schon mal auf Seite 150 ab, obwohl das Buch eigentlich gar nicht so schlecht ist – einfach, weil ich Lust auf etwas anderes bekomme. Das ist vielleicht nicht effizient, doch ich vertraue auf meine literarischen Launen.

Saskia Weyel RegalWie reagierst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? Schreibst du einen Verriss oder lieber gar nicht darüber?

Das ist von einigen Faktoren abhängig. Wenn es ein Rezensionsexemplar ist, schreibe ich natürlich eine Rezension, auch wenn dabei ein Verriss herauskommt. Ist es kein Rezensionsexemplar, ist das Schreiben einer Rezension davon abhängig, ob das Buch langweilig-schlecht oder aufwühlend-schlecht ist. Geschrieben wird nur über Letzteres, nicht zuletzt, da ich die langweilig-schlechten Bücher meist sowieso abbreche. Ich bin jedoch immer vorsichtig bei Verrissen, denn man muss darauf achten, dass die Kritik fundiert ist und sich auch über die persönliche Meinung hinaus begründen lässt. Zugleich schrecke ich aber auch nicht vor Sarkasmus zurück – denn ich finde todernste Verrisse einfach anstrengend.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Die ultimative Frage! Wäre die Antwort doch nur so einfach wie 42. Denn zu definieren, was ein gutes Buch ausmacht, ist gar nicht so leicht, wie es sich anhört, da es nicht nur fünfzig, sondern unendlich viele Schattierungen von Gut gibt (ja, das war der Versuch eines Buchtitelwitzes – hat’s geklappt?). Ein gutes Buch beinhaltet für mich glaubhafte Charaktere, einen bedachten, melodischen Schreibstil, eine gut konstruiere Spannungskurve und im besten Fall eine gewisse Intelligenz. Im Endeffekt kommt es aber auf die einzigartige Mischung an.

Was ist dir an deinem Blog ganz besonders wichtig?

Wichtig ist mir, dass meine Texte durchdacht sind und dass die Leser meines Blogs auf meine Ehrlichkeit und meine Buchtipps vertrauen. Am schönsten ist es, wenn ich mit meinen Rezensionen Menschen zu Bücherkäufen verführen kann – das freut mich immer ganz besonders. Außerdem rege ich auf meinem Blog gerne Diskussionen an. Der Austausch steht also an oberster Stelle.

Mit welchen Schwierigkeiten hattest du anfangs zu kämpfen und wie bist du damit umgegangen?

Um ehrlich zu sein, hatte ich nie mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Natürlich gibt es die Eingewöhnungszeit – die Rezensionen aus meiner Anfangszeit würde ich heute wahrscheinlich anders formulieren. Aufgrund meiner HTML- und Photoshop-Neigung war das Erstellen des Designs schnell erledigt und dank des Bloggerportals, das damals gelauncht wurde, war es außerdem sehr leicht, mit den Verlagen in Kontakt zu treten. Der Kontakt zu Bloggerkollegen, Lesern und Autoren hat sich ganz von allein ergeben. Das Puzzle hat sich einfach Schritt für Schritt zusammengefügt.

Welche andere Literaturseite sollte in dieser Gesprächsreihe auf keinen Fall fehlen?

Nicht fehlen sollten Anabelle von Stehlblüten, Giv von A handful of literature, Jess von primeballerina’s books und Marie, die Autorin von Kernstaub. :)

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview!

Danke, dass ich dir dieses Interview geben durfte! :) Freue  mich schon auf Heidelberg!

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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