Fünf Tage Buchmesse-Marathon in Frankfurt 2013

Am Tag nach der Buchmesse auf der Waage: Ein halbes Kilo während der Messe verloren.
Ziemlich sicher zwischen Halle 3 und 4.

Ich glaube, das beschreibt am ehesten fünf Tage voller Stress, hin- und her hetzen zwischen halbprivaten und privaten Treffen, Signierstunden, Lesungen, dem Erschnuppern der internationalen Literaturwelt (unter uns gesagt: Ich finde wirklich, dass die Buchmesseluft eine ganz Besondere ist - allerdings nicht mehr am Wochenende, wenn die Massen anreisen).

Buch - auf dem Weg zur MesseVom 09.10.2013 bis zum 13.10.2013 öffnete die Frankfurter Buchmesse wieder - dieses Mal mit dem Gastland Brasilien - ihre Tore, um Leseratten, Bibliophilen, Bücherwürmern und wie sie sich sonst noch so alle nennen, fünf Tage Spaß, Stress und die totale Reizüberflutung zu bieten. Genau damit eröffnete ich bereits 2011 meinen Bericht zur Messe, doch: Warum das Rad neu erfinden?

Im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es 2013 für mich eine Premiere: Ich besuchte die Messe an allen Tagen, Mittwoch bis einschließlich Sonntag und habe so viel mitgenommen, wie es auch nur ging. Jedes Jahr freue ich mich auf dieses Literatur-Highlight. Für mich hat sich der manchmal verregnete, oft jedoch goldene Oktober zum Lieblingsmonat gemausert. All' die Bücher und Büchermenschen. Und dieses Jahr war es schon fast wie ein riesiges Familientreffen. Durch die vielen Mails und Facebook-Kurznachrichten, Leserunden in meinem Forum oder auch Reaktionen auf meine Rezensionen ergeben sich wunderbare Kontakte und es ist schön, die Menschen dann auch mal in natura zu treffen, mit ihnen zu tratschen, einen Kaffee zu trinken, sich auszutauschen (natürlich über Bücher) und und und ...

09.10.2013, Mittwoch

Elli RadingerDer Mittwoch begann ganz gemütlich mit einem Plausch mit Elli Radinger, der "Wolfsfrau von Hessen". Dabei erzählte sie mir, dass sie vor kurzem tatsächlich einen Brief von einem Fan erhielt mit dieser Anschrift: An die Wolfsfrau von Hessen. Nichts sonst. Und er kam an! Natürlich unterhielten wir uns über ihre zukünftigen Projekte und ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, liebe Elli: Beide Themen, die du angesprochen hast (ich weiß nicht, ob ich das hier nennen darf, aber ihr solltet gespannt sein), finde ich wunderbar!

Elli wird ab dem 25.10. übrigens eine Leserunde zu ihrem Buch "Minnesota Winter" auf Leserunden.de begleiten. Da solltet ihr auf jeden Fall mal reinsehen - und natürlich freuen wir uns immer über weitere Mitleser.

Um 11 Uhr ging es in Halle 3.1 zur FAZ-Bühne. Dort wurde Sarah Stricker, die Autorin des Eichborn-Erfolges "Fünf Kopeken" von Lena Bopp interviewt. Auch die Landesschau war vor Ort.

Nach diesem Interview suchte ich den Diogenes-Stand in Halle 3.0 auf - dort sollte Leon de Winter schließlich noch mein Buch "Leo Kaplan" signieren.

Sarah StrickerIm Vorbeigehen konnte ich irgendwann auch noch ein nettes Foto vom Bücher signierenden Philip Ardagh machen und zufällig stieß ich auf dem Außengelände auf Dennis Scheck. Er musste in der Kälte ausharren, während die Kameras für das perfekte Bild entsprechend ausgerichtet waren. Ich nutzte die Gelegenheit und machte ein nicht weniger perfektes Bild, wie ich finde - und der von mir sehr geschätzte Literaturkritiker amüsierte sich darüber sichtlich und grinste mich verschmitzt an.

Ab 13 Uhr las die Hundetrainerin Maja Maike Nowak im Agora Lesezelt aus ihrem aktuellen Buch "Wie viel Mensch braucht ein Hund?". Die Autorin war sehr entspannt und freute sich, als ich mich vorstellte - mit dem Hintergrund, dass wir euch auch hier demnächst eine autorenbegleitete Leserunde bieten können. Start ist der 18.10. auf Leserunden.de. Die Autorin arbeitet seit 2007 als Hundetrainerin und leitet das Doginstitut in Berlin. Das ZDF sendete mit ihr bereits eine Doku-Reihe, für die es von seiten anderer Hundetrainer viel Kritik hagelte. Entsprechend interessant und kontrovers diskutiert wird vermutlich unsere Leserunde.

Dennis ScheckZwischendurch sichtete ich übrigens den veganen Kochbuchautor Björn Moschinski. Er wurde gerade interviewt und ich lauschte ein bisschen. Als er dem Reporter dann allerdings nach dessen Befürchtungen versichern musste, dass er selbst nicht permanent unter Hunger leidet, weil er sich vegan ernährt, zog ich weiter und überließ die beiden ihrem Schicksal.

Nachmittags hatte ich schließlich einen offiziellen Termin mit Nicolai Lindner aus dem Hause Loewe / Script5 und ihr könnt schon gespannt sein auf viele schöne Leserunden mit und ohne Autoren auf Literaturschock und Leserunden.de. Der Verlag hat da mal wieder ein sehr vielseitiges und interessantes Programm auf die Beine gestellt.

Ach... Karen Rose habe ich auch gesichtet. Bei einem Interviewtermin. Leider hatte ich mein Buch nicht dabei und zur später in der Woche folgenden Signierstunde habe ich es nicht geschafft.

Den krönenden Abschluss bildete am Eröffnungstag ein überfälliges Treffen mit Simone Dalbert von Papiergeflüster. Immerhin stehen wir schon seit vielen Jahren über mein Literaturschock-Forum in Kontakt und so war das für mich eine ganz besondere Freude.

10.10.2013, Donnerstag


Der zweite Buchmessetag hatte mich ganz schön müde gemacht. Ich habe danach 8 Stunden geschlafen, die sich anfühlten wie 2 Stunden. Und dennoch: Ich liebe die Messe! Ganz besonders hatte ich mich auf Harry Rowohlt gefreut. Umso enttäuschter war ich, als ich erfuhr, dass er leider wegen Krankheit gar nicht zur Messe gekommen war - sehr schade. Dafür stolperte ich unbeabsichtigt über eine Reihe Promis: Sven HannawaldUwe Ochsenknecht und Daniela Katzenberger. Soifz.

Hellmuth KarasekZu Anfang hieß es aber erst mal gemütlich durch die Hallen streifen. Mehr oder weniger permanent zwischen den Hallen 3 und 4. In Halle 4.1. befand sich wie immer der Pressebereich, in dem man Zugang zu Desktop-PCs, Druckern, Pressemappen, einer kostenlosen Garderobe und - für mich das allerwichtigste - Schließfächern hatte. Unglaublich praktisch sind diese Dinger, wenn man vollbepackt mit zu signierenden Büchern auf die Messe latscht. Der Rücken dankt es einem, wenn man diese nicht den ganzen Tag im Rucksack mit sich herum tragen muss.

Auf dem Weg zum Stand des Hoffmann und Campe Verlages und der Signierstunde von Dr. Hellmuth Karasek (Ein sehr sympathischer Mensch, der viel lachte und einfach gut drauf war) kam ich an einem Gespräch mit Hans Pleschinski vorbei, der dort über sein neues Buch "Königsallee" befragt wurde. Als Pleschinski vor vielen Jahren noch nicht so bekannt war, hatte ich die Gelegenheit, eine Lesung zu seinem Buch "Briefe: Ich werde niemals vergessen, Sie zärtlich zu lieben" (über Madame Pompadour) zu besuchen. Diese fand damals in Mannheim auf einem Rhein-Boot in Mannheim statt - und das werde ich wohl nie vergessen.

Auch Jussi Adler-Olsen, der dänische Autor, der 2007 mit "Erbarmen" einen Bestseller landete, war vor Ort und signierte Bücher und Autorgrammkarten. Davor, oder auch danach - ich weiß es nicht mehr - gab es ein Treffen mit Freundin Silke Behling.

Mein Tageshighlight war übrigens ein Gespräch mit Elke Wehinger und Linda Marie Schulhof von Dumont. Es ist schön, die Menschen kennen zu lernen, mit denen man über die Jahre hinweg so viele Mails schreibt und ein ganz besonderes Bonbon war für mich die Überraschung, dass sie im Frühjahr gerne drei bis vier Leserunden (mit und ohne Autoren) auf Literaturschock und Leserunden.de organisieren möchten. Und, Leute, die Bücher hörten sich sehr gut an. Seid gespannt!

Tom Rob SmithNach diesem schönen Plausch traf ich mich mit einer Bekannten, die ich bei einer Anti-Zirkus-Demo dieses Jahr kennen und schätzen gelernt habe (sie backt übrigens die weltbesten Kuchen und macht noch bessere Pralinen - da schmeckt mir sogar der Matcha). Werft doch bei Gelegenheit mal einen Blick auf ihren Lebenstraum, den sie auf Facebook vorstellt: Café Lasse Leben. Gemeinsam sahen wir uns die Show von Surdham Göb: Meine veganen Superfoods. Davon hatten wir beide uns etwas mehr versprochen. Die meiste Zeit wurde eher gelabert als gekocht. Der Interviewer stellte ziemlich stupide Fragen und leider waren die Antworten teilweise auch etwas fragwürdig (so vertritt auch Göb immer noch die irrige Ansicht, dass man die Biokarotten nur nicht sehr gründlich waschen müsse, um sich genügend Vitamin B12 zuzuführen). Schade, eine verpasste Chance. Wenn auch der Koch & Autor sehr sympathisch war.

Die abendliche Augenweide war schließlich Tom Rob Smith (Optisch eine Mischung aus Dr. House und Simon Baker *krchkrchkrch*), der in der Randomhouse "Happy Hour" sein neues Buch "Ohne jeden Zweifel" vorstellte. Von ihm kenne ich bisher zwar nur "Kind 44", aber das hat mir sehr gut gefallen. Auf sein neues Buch bin ich also schon gespannt. Er selbst war trotz der vielen Menschen, die ein Buch von ihm signiert haben wollten, recht gelassen und geduldig. Nahm sich Zeit und ließ sich mit Fans fotografieren.

11.10.2013, Freitag

Stressig, stressiger, am stressigsten. Ich wusste wirklich nicht, wie ich das alles unterkriegen sollte. Geplant waren Treffen mit Katja Koesterke (von Kasas Buchfinder), Kate Sunday, Rebekka Pax / Rebecca Maly, Michael Marrak und Gabriele Lendle. Außerdem wollte ich mich telefonisch zwischendurch melden bei Horus W. Odenthal und Tom Orgel.

Horus W. Odenthal erwischte mich per Mobiltelefon, als ich gerade im Parkhaus war auf dem Weg zur Messe. Also war der erste Termin auch schon klar und wir hatten Gelegenheit, uns über seine anstehenden Projekte (ein neuer, vielversprechender Verlag in Sicht?) zu unterhalten.

Oliver UschmannDanach ging ich schnurstracks zur Signierstunde von Oliver Uschmann, von dem ich sogar vier Bücher besitze: "Hartmut und ich", "finn released", "Log out" und "Nicht weit vom Stamm". Ein Glück, dass er mich nicht danach gefragt hat: Ich habe die nämlich noch nicht gelesen.

Ein bisschen Zeit bis zum Treffen mit Katja Koesterke und Kate Sunday um 11 Uhr hatte ich noch, also wollte ich ein bisschen bei Randomhouse stöbern (die Verlagsgruppe nimmt gefühlte 50% von Halle 3.0 ein). Ich fasste den Entschluss, meinem Pressekontakt, Herrn Sebastian Rothfuss Hallo zu sagen und plötzlich befand ich mich mitten in einem Bloggertreffengewusel, dessen Zentrum Jonathan Stroud war. Anschließend ließ ich mich weiter treiben: Direkt vorbei an TV-Koch Johann Lafer.

Das Treffen mit Katja & Kate war sehr schön. Zu uns stießen noch Sabine und Heiderose von Daisyandbooks. Ich mochte die vier Mädels auf Anhieb und so hatten wir eine kurzweilige halbe Stunde zusammen, bevor jede von uns zum nächsten "Date" aufbrechen musste.

Gabriele LendleUm 12 Uhr machte ich mich in Halle 4.1. auf die Suche nach Gabriele Lendle, eine von mir sehr geschätzte Autorin der beiden veganen Kochbücher "Ab jetzt vegan" und "McVeg: 80 vegane Schnellgerichte". Da sie erst mit dem Rücken zu mir saß, erkannte ich sie nicht und die Damen an der Verlagsinfo waren etwas planlos, weil ihnen der Name nichts sagte. Wir entdeckten uns dann aber doch rasch und teilten nicht nur eine Umarmung, sondern auch Gabrieles getrocknete Bananen als kleinen Zwischensnack. Nächstes Jahr erscheint ein neues Kochbuch von ihr und ich freue mich jetzt schon darauf. Aber pssst: Thema ist noch geheim (vegan ist aber sicher).

Nun machte ich mich wieder auf Richtung Halle 3.0 und Randomhouse, denn dort sollte ich mich um 12.30 Uhr mit Rebekka Pax treffen. Wir hatten das über diverse Facebook-Kurznachrichten vereinbart. Mein Problem: Ich hatte keine Ahnung, wie Rebekka so in Lebensgröße aussieht. Auf meiner Suche stieß ich auf eine Fülle von Autoren und Tom Orgel erbarmte sich meiner und half mir bei der Suche nach Rebekka. Die Damen und Herren am Infostand waren auch wieder etwas ratlos (gut, man kann nicht alle Autoren kennen, vermute ich mal - auch nicht innerhalb des eigenen Verlages), aber schließlich fanden wir sie dann doch noch. Wieder folgte eine schöne halbe Stunde, in der mich Rebekka Pax - oder vielmehr Rebecca Maly - mit ihren Büchern angefixt hat. Ganz mutig fragte ich zum ersten Mal überhaupt auf einer Buchmesse nach einem Rezensionsexemplar und so wurde mir "Der Ruf des Sturmvogels" in die Hand gedrückt.

Danach verbrachte ich noch ein bisschen Zeit bei Randomhouse - es tummelten sich unglaublich viele Autoren und Autorinnen dort und so hatte ich die Gelegenheit, mich nicht nur etwas länger mit Tom Orgel und dessen Bruder Stephan zu unterhalten, sondern auch mit dem Autorinnenduo Christiane Gref & Meike Schwagmann. Ihne erklärte ich wie Leserunden bei uns so ablaufen und da sie direkt Interesse signalisierten, planen wir nun nicht nur Leserunden mit den diesjährigen Preisträger des Deutschen Phantastikpreises (T. S. Orgel - Orks vs. Zwerge 2. Fluch der Dunkelheit), sondern auch eine zu "Die Schädeljäger" (Gref & Schwagmann). Carsten Steenbergen lauschte wohl nicht minder angetan und auch hier planen wir bereits eine Leserunde zu seinem im Feder & Schwert Verlag erschienenen Buch "Teufelsacker". Stephan R. Bellem und Bernhard Hennen tummelten sich ebenfalls in der kleinen Runde, doch leider blieb mir nur noch Zeit für Winken und Händedruck.

Wolfram FleischhauerNachdem ich von Uwe Timm mein Exemplar von "Rot" signieren ließ, traf ich mich mit Michael Marrak. Auch zu ihm habe ich schon recht lange Kontakt über mein Forum, Mails und Facebook. Für ein Treffen war es also höchste Zeit. Nachdem er seinen Hunger mit einem völlig überteuerten Brötchen und ich meinen Durst mit einem nicht minder überteuerten Wasser gestillt hatten, schleppte er mich kurzerhand wieder zurück zu Randomhouse. Dort galt es, Wulf Dorn zu treffen und ich solle ihm wenigstens mal die Hand schütteln (tatsächlich musste der arme Wulf eine Umarmung über sich ergehen lassen, denn auch wir "kannten" uns schon auf virtuellem Wege über die Leserunden).

Eigentlich wollte ich dann noch beim Coppenrath-Verlag vorbei sehen. Dort sollte Antje Szillat signieren. Ich war etwas früher da und traf deshalb noch auf Ellen Alpsten. Sie machte so einen offenen und freundlichen Eindruck auf mich, dass ich mich traute, sie auf unsere Leserunden anzusprechen. Schnell befand ich mich an einem gemeinsamen Tisch mit ihr, erzählte Ellen Alpsten alles, was ich an dem Tag schon mehrmals erzählt hatte - und gewann sie für eine Leserunde. Am besten so früh wie möglich und nun wird diese am 22. November zu "Sommernachtszauber" stattfinden.

Den Abschluss des Tages bildete Wolfram Fleischhauer ("Hey, die Leserunde bei euch startet doch heute, oder? Ich bin bald mit an Bord.")

12.10.2013, Samstag

Luis RoyoBuchmesse Tag 4. Eigentlich ein Horrortag. Nicht nur, dass ich wieder so ein volles Programm hatte, nein, heute durften auch die Massen rein. Das war vielleicht wieder ein Gedränge. Es war äußerst unwahrscheinlich, dass ich alles planmäßig schaffen sollte. Doch der Tag startete schon mit einer Überraschung: Kein Stau rund um Frankfurt und somit rund 45 Minuten vor der eigentlich geplanten Zeit vor Ort.

Somit konnte ich sehr gemütlich zur Signierstunde von Luis Royo schlendern. Die Zeichnungen des spanischen Malers begleiten mich schon sehr lange und seine Signatur konnte ich mir keinesfalls entgehen lassen.

Anschließend war Eile geboten: Ich wollte unbedingt noch Katrin Lankers Hallo sagen. Sie hatte draußen eine Signierstunde und meine Vorstellung geriet leider etwas peinlich. Ich war der festen Ansicht, dass ihre Leserunde erst beginnen würde - tatsächlich war diese aber schon gelaufen. Da sie mich und die Moderation (Kati war es ;-) ) mit Lob überhäufte, war dieser Fauxpas rasch vergessen.

Zurück in Halle 3.0 am Arena-Stand: Erst traf ich auf Daniela Kern, der Pressesprecherin des Verlages. Sie gehört ebenfalls zu den ganz besonders liebenswerten Menschen und ich bin sehr froh, dass mich noch kurz mit ihr unterhalten konnte. Kurzerhand platzierte sie mich neben Antje Babendererde, die ich ebenfalls von unserem Leserundenkonzept überzeugen konnte. Das ging dann sogar so weit, dass wir für den 07. März 2014 einen festen Termin für "Isegrim" ausmachten. Dann stieß Beatrix Mannel Gurian zu uns und die folgende Stunde verging wie im Flug. Erneut eine dieser fröhlichen und entspannten Runden, die aus der diesjährigen Messe fast schon ein Familientreffen machte.

Hannes JaenickeDie Zeit verging so schnell, dass ich zum meinem nächsten Termin richtig Gas geben musste. Kein Geringerer als Hannes Jaenicke stellte sein Buch "Die große Volksverarsche" vor und wollte anschließend Bücher signieren. Ich schätze den Autor sehr für sein Engagement für unsere Umwelt, die Regenwälder und die Orang Utans (Stichwort: Palmölproblematik). Dagegen kenne ich ihn als Schauspieler gar nicht. Mir begegnete ein Mann mit sehr viel Charisma - erneut ein Highlight dieser Messe.

Auch Michelle Raven und Stefanie Ross waren da - allerdings konnte ich hier nur kurz einen Gruß winken. Schade, dass da bei euch so viel los war. Glückwunsch, dass da bei euch so viel los war 

Sehr gefreut habe ich mich über das Zufallstreffen mit Gesa Schwartz und auch darüber, dass mich Zoë Beck zur Lesung mit Carl Nixon geschubbst hat. Denn dort traf ich auf Martina, eine sehr engagierte Teilnehmerin unserer - ja, wie sollte es anders sein: Leserunden. Auf dem Weg zur Lesung stolperte ich übrigens mehr oder weniger über Harald Glööckler, den ich menschlich sehr interessant finde (besonders, weil er Anti-Pelz-Werbung für Peta macht).

Irgendwann davor oder danach ließ ich mir ein Buch von Manuela Martini am Arena-Stand signieren, verzichtete darauf, über eine Stunde anzustehen, um Jennifer Benkau Hallo zu sagen, fotografierte Isabel Abedi, verpasste Karen Rose, erwischte dafür aber Gioconda Belli, die mir "Waslala" und "Die bewohnte Frau" signierte.

Reinhard Kleist & Tobias O. MeißnerAn diesem Samstag wurde auch der Deutsche Phantastikpreis auf der Bucon vergeben. Herzlichen Glückwunsch an das Autorenteam Tom und Stephan Orgel für das beste deutschsprachige Romandebüt und an Judith und Christoph Vogt für den besten deutschsprachigen Roman. Ebenfalls Glückwunsch an Bernd Perplies für die beste Kurzgeschichte.

Das Abschluß-Bonbon war ein Treffen mit Langzeitbekanntem und Lieblingsautor Tobias O. Meißner, der zusammen mit Reinhard Kleist den 3. Teil des Comicbandes "Berlinoir" vorstellte und natürlich auch signierte. Ich wäre nicht ich, wenn dieses Treffen nicht direkt mit einer Peinlichkeit starten sollte und so schubbste ich kurzerhand mit meiner Tasche ein Buch um, hinter dem Becher Orangensaft stand. Tobias bewies ein ungeahntes Reaktionsvermögen und so traf die meiste Flüssigkeit Tisch und Boden und nicht seine Hose. Weitere Details über unseren Gesprächsverlauf erspare ich euch jedoch ;-)

13.10.2013, Sonntag

Fünfter und letzter Tag der Buchmesse. Noch immer konnte ich nicht über Muskelkater oder ein gefühltes Wachkoma klagen. Meine Energie war ungebrochen und ich fühlte mich so, als ob ich nochmal fünf Tage Messe durchstehen hätte können.

Daniel KehlmannDer Sonntag begann jedoch mit einem Zwiespalt. Im Angesicht der enormen Schlange (vermutlich eine halbe Hallenlänge) für Cecelia Aherns Signierstunde, dachte ich mir: "Nö!" und wartete bequem auf Daniel Kehlmann. Dabei traf ich auf Thomas, ein langjähriges Mitglied unseres Bücherforums und wir plauderten entspannt. So verging die Zeit sehr rasch und da wir weit vorne standen (auch hier war die Schlange irgendwann beträchtlich), war das Buch schnell siginiert. Bis zu meinem nächsten Termin war noch viel Zeit, also versuchte ich mich doch noch mit Cecelia Ahern und wer hätte es gedacht: Das ging ruckzuck. Vermutlich lag das aber auch daran, dass ich mich sehr angenehm mit den vier Frauen vor und hinter mir unterhielt.

Gegen 14 Uhr signierten Beatrix Mannel Gurian, Susanne Mischke und Krystina Kuhn. Beatrix wollte ich nochmals zuwinken, von Susanne wollte ich ein Buch signieren lassen - beides hat wunderbar geklappt. Ein Glück war die Signierstunde von Bernhard Hennen in der gleichen Halle - so musste ich nicht gar so viel herumrennen. Da sich Bernhard für jeden sehr viel Zeit nahm, sich unterhielt, fotografieren ließ und interessiert nachfragte, war die Wartezeit recht lange - aber alleine durch die Persönlichkeit des Autors lohnenswert.

Erneut eine riesige Schlange bildete sich bei der gemeinsamen Signierstunde von Gesa Schwartz und Bernd Perplies und eigentlich wollte ich die beiden nur kurz fotografieren. Doch nun hatte ich schon mal den Grim mitgeschleppt - immerhin ein gebundener 600-Seiten-Wälzer. Auch hier verging die Zeit wie im Fluge dank netter Gesellschaft beim Warten. Last but not least durfte schließlich noch Tanja Kinkel mein Exemplar von "Die Puppenspieler" signieren.

Nun ist es also vorbei und ich habe den Buchmesse-Blues

Gesa Schwartz & Bernd PerpliesDie Tage rasen nur so dahin. Es gibt Menschen, die halten es nur einen Tag auf der Messe aus und sind froh, wenn sie wieder auf dem Weg nach Hause sind. Ich mag eigentlich weder Getümmel, noch Menschenmassen, aber die Buchmesse in Frankfurt ist für mich ein Ausnahmezustand. Ich genieße es. Dieses Hetzen von einem Termin zum anderen. Das Treffen von Menschen, die ich schon so lange kenne - ob nun via Mail, aus meinem Forum oder dieses Jahr sehr aktuell besonders über Facebook. Es ist für mich wirklich so was wie Urlaub. Ich genieße es, sauge dieses Gefühl auf und werde sicher noch lange davon zehren.

Übrigens ist der Erkennungswert eines T-Shirts nicht zu unterschätzen. Ich besitze nur ein einziges Literaturschock-Shirt. Es hat sich gezeigt, dass dieses Teil wirklich sehr praktisch ist, weil die Menschen mich damit sofort erkennen (nun gut.. nicht alle Menschen natürlich, aber diejenigen, die mich bereits via Internet kennen gelernt haben). Nun trug ich das also jeden Tag. Damit ich aber nicht als Geruchsterrorist der Messe verwiesen werden sollte, wusch ich es jeden Abend von Hand heraus. Da ich als Ökotante keinen Trockner besitze, ließ ich das Shirt auf der Hinfahrt über dem Frontgebläse trocknen. Funktionierte hervorragend. 

Was hat gerade diese Buchmesse so wertvoll für ich gemacht? Zum einen die oben erwähnte Atmosphäre eines Treffens mit Freunden. Es wurde umarmt, geherzt, getratscht, miteinander gelacht. Zum anderen weiß ich nun etwas besser, wie sich meine Webprojekte Literaturschock und Leserunden.de im Vergleich zu anderen Plattformen positionieren. Und das erstaunlich positiv. Ich erhalte insgesamt wenig Feedback. Umso überraschter war ich über diese unglaublich positive, manchmal sogar euphorische Resonanz auf unsere Organisation der Leserunden. Manches Fazit war sogar so positiv, dass unsere (übrigens gänzlich kostenlosen) Angebote denen anderer Seiten in Zukunft vorgezogen werden. Anteil daran hat die die hervorragende Moderation meines gesamten Teams, die hohe Qualität der Beiträge aller Teilnehmer und die geringe Verlustrate (verloste Bücher werden zu 99% auch diskutiert und rezensiert).

Wollt ihr zum Schluss noch einen Blick auf alle meine signierten Bücher werfen? Et Voilà:

Meine signierten Bücher

 

Von links nach rechts: Luis Royo "III Millennium", Reinhard Kleist & Tobias O. Meißner "Berlinoir 1 & 2", Gesa Schwartz "Grim", Cecelia Ahern "Für immer vielleicht", Daniel Kehlmann "Ruhm", Rainer Wekwerth "Damian. Die Stadt der gefallenen Engel", Elli Radinger "Wolfsküsse & Minesota Winter", Tom Rob Smith "Kind 44", Uwe Timm "Rot", Tanja Kinkel "Die Puppenspieler", Susanne Mischke "Das dunkle Haus am Meer", Bernhard Hennen "Die Elfen", Maike Maja Nowak "Wanja und die wilden Hunde", Sarah Stricker "Fünf Kopeken", Leon de Winter "Leo Kaplan", Wolfram Fleischhauer "Schweigend steht der Wald", Gioconda Belli "Die bewohnte Frau & Waslala", Manuela Martini "Outback", Hannes Jaenicke "Die große Volksverarsche", Katrin Lankers "Frozen Time", Oliver Uschmann "Log Out", Michael Marrak "Imagon", Antje Szillat "Solange du schläfst" - und noch ein Luis Royo Mousepad.

Buchmesse vorbei. Aus. Finito. Was soll ich jetzt anfangen mit meiner Zeit? Ah.. ich weiß. Lesen. Und lesen. Und noch viel mehr lesen.

Und vergesst nicht: Nach der Messe ist vor der Messe! Man sieht sich!

Weil ihr alle bis zum Ende durchgehalten habt, gibt es nun noch ein paar Impressionen - ganz ohne Worte. Wenn ihr das erste Bild anklickt, öffnet sich die Galerie mit größeren Bildern und Beschreibung:

  

 

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