Matt Haig schreibt über ziemlich gute #gründeamlebenzubleiben

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Hat nicht jeder von uns schon mal an einem Punkt seines Lebens daran gedacht, sich umzubringen? Wie "einfach" es wäre, einfach aufzuhören zu existieren? Kein Leid mehr. Keine Schmerzen. Nichts mehr?

Vielleicht gab es auch den Gedanken daran, wie Angehörige, Freunde, Familie - und auch "Feinde" am eigenen Grab stehen. Zerfressen von Selbstvorwürfen und in Trauer? Ich bin mir sicher, dass das jetzt einigen bekannt vorkommen wird und ich schließe mich da nicht aus. Als ich das Buch "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" von Matt Haig las, waren jedenfalls diese Momente, in denen ich dachte "Oh. Das bin ja ich." erschreckend häufig.

Matt Haig hat ein Buch geschrieben, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Mit 24 litt er unter starken Depressionen und er hätte damals nicht vermutet, heute noch am Leben zu sein. Das Problem an der Krankheit ist, dass sie noch immer verharmlost und verschwiegen wird. Man redet nicht darüber. Man will nicht als "schwach" gelten.

Selbstmord gilt in den meisten Ländern als eine der häufigsten Todesursachen.

Der Autor nimmt Betroffene und Interessierte gleichermaßen an die Hand und führt sie durch seine sehr persönlichen Erfahrungen mit dieser düsteren Krankheit. Man fühlt sich nicht mehr alleine damit. Man merkt: Es gibt noch andere, denen es ähnlich geht. Depressionen sind nichts, wofür man sich schämen muss. Sie sind eine Erfahrung, die jeder machen kann. Egal ob groß oder klein, ob männlich oder weiblich, ob alt oder jung, schwarz oder weiß, hetero oder homosexuell, arm oder reich.

Matt Haig spendet Trost mit seinem Buch. Er zeigt: Es ist zu schaffen und er zeigt in seiner wunderbaren Erzählweise noch etwas Wichtiges:

"Ich glaube, wenn wir genau hinhören, bietet das Leben immer Gründe, nicht zu sterben."

Ich habe darüber nun lange nachgedacht, mir meine Gründe vor Augen geführt.

#1: Liebe

Das klingt wie eine Floskel, aber ist Liebe nicht das Wichtigste, das uns antreibt? Uns am Leben erhält? Das Bild zeigt drei Wesen, die von mir geliebt werden und die mich - hoffentlich nicht nur, wenn es ums Fressen geht - auch lieben. Es steht als Sinnbild für die Menschen und Tiere, die einen großen Platz in meinem Herzen einnehmen und natürlich auch für all' diejenigen, die mich lieben. Ich frage mich oft: Was wäre, wenn ich sie nicht hätte?

Gründe am Leben zu bleiben: #1 - Liebe

#2: Leidenschaft

Im Bild seht ihr einen Teil meiner Terry-Pratchett-Sammlung. Bücher gehören zu meinen Leidenschaften. Essen übrigens auch. Und Kochen (meistens vor dem Essen). Die Leidenschaft ist eng verbunden mit der Liebe, denn mein Herz schlägt für die Bücher. Das Adrenalin pumpt durch meinen Körper, sobald ich eine Buchhandlung betrete. Normalerweise kann man mich mit großen Menschenmassen jagen - aber zur Buchmesse lebe ich auf. Ich bin süchtig und verfalle nach jeder Messe, egal ob Leipzig oder Frankfurt, in den berüchtigten Messeblues.

Gründe am Leben zu bleiben: #2 - Leidenschaft

#3: Natur

Irgendwie gehören alle Punkte zusammen. Denn ich liebe die Natur und sie ist auch meine Leidenschaft. Ich genieße es, bei jedem Wetter draußen zu sein, mich den Elementen auszusetzen, die Waldluft nach Regen aufzusaugen oder meinen kleinen Garten im Frühling bei Vogelgezwitscher auf die kommende Ernte vorzubereiten. Ich liebe es, die Artenvielfalt zu beobachten, Insekten zu fotografieren, Regenwürmer vor dem Austrocken zu schützen, Schnecken von der einen Straßenseite zur anderen zu tragen (und mich dabei immer, wirklich immer, zu fragen: "Und was, wenn sie jetzt da eigentlich gar nicht rüber wollte?"

Gründe am Leben zu bleiben: #1 - Liebe

#4: Abenteuer

Das Leben hält so viel für uns bereit. Jeden Tag erleben wir etwas Neues, etwas Aufregendes. Manches davon ist schön, manches davon nicht. So ist das. Das ist das Leben. Selbst, wenn wir "langweilig" zu Hause herumsitzen, gibt es doch noch so vieles für uns zu entdecken. Neue Aufgaben, neue Schwierigkeiten, die wir meistern müssen. Nur, um später im Bewusstsein zu leben: Wieder was geschafft. Und stolz darauf zu sein. Einfach mal machen. Wagen wir uns an neue Aufgaben. Lasst uns gemeinsam unseren Horizont erweitern und unsere eigenen Grenzen verschieben.

Gründe am Leben zu bleiben: #1 - Liebe

#5: Spazierenlesen

Jetzt wird es merkwürdig, findet ihr nicht? Spazierenlesen? Was soll das denn sein? Irgendwie auch eine Leidenschaft von mir. Ich habe immer ein Buch dabei. Beim Arzt ebenso wie beim Tanken. Aber auch beim Spazierengehen mit meinen Hundedamen. Ich nenne es schon seit Jahren: Spazierenlesen. Nein, ich laufe dabei nicht gegen Bäume, obwohl ich mal einen Fast-Zusammenstoß mit einer sehr leise laufenden Joggerin hatte. Für den Fall, dass es regnet, ist nun auch endlich ein wasserdichter E-Book-Reader auf dem Weg zu mir. Das wird so großartig!

Gründe am Leben zu bleiben: #1 - Liebe

Ich weiß: Es gibt noch viele Gründe mehr, am Leben zu bleiben. Das Leben in seiner Vielfalt zu genießen. Was sind eure #gründeamlebenzubleiben?

Linktipps:

Webseite Offizielle Webseite von Matt Haig

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SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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