Literarische Tattoos - Körperkunst für Leseratten

Im Gespräch mit Martin Krist

"Die Mädchenwiese" ist der neue, erfolgreiche Thriller von Martin Krist (Link zum Interview). Dies ist das Pseudonym des Berliner Schriftstellers Marcel Feige, 40, der bereits mehr als 30 Sachbücher geschrieben hat: Neben den Biografien über Nina Hagen, Sido und Kurt Cobain auch eine Vielzahl Erotik-, Tattoo- und Piercing-Ratgeber. Von ihm stammt auch die Biografie "Tattoo-Theo. Der Tätowierte vom Kiez".

Martin KristMagst Du was über Deine Tätowierungen erzählen? Was stellen sie dar und was bedeuten sie Dir?
Für mich sind Tätowierungen in erster Linien Körperschmuck. Was allerdings nicht bedeutet, dass meine Hautbilder nicht auch einen tieferen Sinn besitzen. In die aufwendigen Ornamente, eine Mischung aus Tribal- und japanischen Motiven, die ganzflächig meine beiden Arme schmücken, ist auf dem rechten Unterarm das Porträt meiner Schwester eingebunden, die mir sehr viel bedeutet. Auf dem linken Oberarm befindet sich das Porträt meiner ersten Eurasierhündin Badiva, die mir eine sehr wichtige Stütze in einer sehr schwierigen Zeit war. Nach ihrem Tod habe ich mir einen großen Engel auf die Brust - in Herznähe - tätowieren lassen, der schützend seine Hände über Badivas Namenszug, ihren Geburtstag und ihren Todestag hält. Demnächst möchte ich mir die Porträts der drei Schriftsteller tätowieren lassen, die mich maßgeblich beeinflusst haben: Karl May, Agatha Christie, Stephen King.

Gibt es Tattoo-Künstler, die Du verehrst? Welche zählen für Dich zu den besten?
Verehren ist übertrieben. Wohl eher: Ich schätze sehr ihre Arbeit und ihre Kunstfertigkeit. Da wäre zum einen Arne Rawe, der bei Fineline in Düsseldorf arbeitet, dem ich die großartigen Tätowierungen auf meinen Armen verdanke. Von Yvonne Ziegler, die Blut & Eisen in Berlin betreibt, stammt der wunderbare Engel auf meiner Brust. Und kürzlich habe ich Tobi von Think Tattoos in Backnang entdeckt. Ich denke, er wird die eben erwähnten Porträts anfertigen.

Hast Du auch schon mal ein Naserümpfen über Deine Tattoos geerntet?
Nein, nicht wirklich. Es gibt zwar Leute, die mit Tattoos nichts anfangen können und ihnen mit Vorbehalten gegenüber stehen. Aber erstaunlicherweise waren sie jedes Mal ziemlich angetan von der Kunstfertigkeit meiner Tätowierungen, von dem Realismus der Porträts. Ein Stück weit konnte ich ihnen deshalb die Vorbehalten nehmen. Tattoos sind eben nicht mehr nur Schmuddelkram, sondern echte Kunst.

Tattoos sind eine Sucht, oder? Planst Du, dieser Sucht erneut nachzugeben?
Ja, unbedingt.

Gibt es für Dich sogenannte NoGos in Sachen Tätowierung (bei Dir und bei anderen)?
Politische Motive und vor allem (rechts)radikale Motive sind ein absolutes NoGo. Sexistische ebenso.

Für diesen kleinen Artikel hier hatte ich das Glück, günstig an eine sehr gut erhaltene, gebrauchte Ausgabe Deines Buches "Ein Tattoo ist für immer" zu kommen. Ich liebe das Interview mit Bela B. (nebenbei bemerkt: Tattoos SIND sexy). Wer war Dein liebster Interviewpartner zu dem Thema in den letzten Jahren?
Puh, das waren eine Menge. Es war vor allem eine ganz große Freude, noch die alten Meister kennenzulernen, die inzwischen leider alle verstorben sind: Herbert Hoffmann, Samy Streckenbach, Tattoo-Theo, dessen Biografie ich sogar schreiben durfte. Wer mich ebenfalls sehr beeindruckt hat war Felix Leu, der aus einer großartigen Tätowiererfamilie stammt. Sein Sohn Filip ist in seine Fußstapfen getreten. Leider ist auch Felix Leu inzwischen verstorben.

Beobachtest Du die Szene noch, bzw. pflegst Du noch die Kontakte, die sich im Zuge der Recherchen für Deine Bücher über Tattookunst ergaben?
Natürlich beobachte ich die Szene, immer auf der Suche nach neuen Künstlern und neuen Einflüssen. Einmal im Jahr sitze ich außerdem in der Jury beim Tattoo-Contest der Tattoo Convention in Dortmund.

Im Gespräch mit tätowierten Leseratten

Nadine aus Wien / Österreich, mit einem Gedicht von Robert Frost

Wie kam es zu dem Tattoo?
Ich wollte ein literarisches Tattoo, bevor ich wusste, was das Motiv sein wird. Die Suche hat sehr schnell zu Ergebnissen geführt und ich habe letztendlich zwischen Shakespeare und Robert Frost geschwankt.

"All the world's a stage..." gegen "nothing gold can stay"
Wirklich entschieden hat es dann die Optik. In der von mir ausgesuchten Schriftart (die übrigens von Jane Austens Handschrift abgeguckt ist) hat der Robert Frost einfach schöner ausgesehen.

Wann hast Du Dich tätowieren lassen?
Am 17. Dezember 2010 - da war ich gerade noch 24 Jahre alt. Ich bin froh, so "lange" gewartet zu haben und mir nicht als 16-Jährige den Knöchel voller Schmetterlinge stechen ließ. :)

Robert FrostWie hat Dein Umfeld reagiert, als Du mitgeteilt hast, dass Du Dich tätowieren lassen möchtest oder als Du Dein neues Tattoo gezeigt hast?
Als ich es angekündigt habe, gab es eigentlich wenig Reaktionen. Ich glaube, es wusste niemand so richtig, was von mir zu erwarten war. Als das Tattoo dann aber meinen Arm geziert hat, waren wirklich alle begeistert. Sogar meine Omas finden es hübsch und die sind nun wirklich nicht die Generation, für die Tattoos alltäglich sind. Ich bin auch sonst immer ein "braves Mädchen" gewesen.

Große Komplimente habe ich für die Wahl der Stelle bekommen. Weil der innere Oberarm leicht zu verstecken ist bzw. im Alter (ich erwarte, dass der Arm dann etwas schwabbeln wird) auch unauffällig bleibt.

Was drückt das Tattoo für Dich aus? Was bedeutet es für Dich?
Es drückt für mich Hoffnung aus. Und es lässt mich nicht vergessen, dass ich zu einem bestimmten aber wichtigen Grad mein eigenes Schicksal in der Hand halte. Zumindest glaube ich das.

Gibt es ein Lieblingsbuchzitat im Zusammenhang mit dem Tattoo?
Es ist die letzte Zeile des Gedichtes "nothing gold can stay" von Robert Frost. Ich lese normalerweise überhaupt keine Gedichte, aber Robert Frost begeistert mich immer wieder.

Nature's first green is gold
Her hardest hue to hold.
Her early leaf's a flower;
But only so an hour.
Then leaf subsides to leaf.
So Eden sank to grief,
So dawn goes down to day.
Nothing gold can stay.

Hast Du vor, Dich nochmals tätowieren zu lassen? Falls ja: Auch wieder ein literarisches Motiv?
Ich spiele mit dem Gedanken (sehr oft sogar). Diesmal wird es aber wohl kein Zitat mehr werden, sondern eher die Silhouette eines Vogels. Raben oder Kolibris sagen mir sehr zu.

Und ich würde den wohl auch einfach neben mein vorhandenes Tattoo stechen lassen. Ansonsten fällt mir keine Körperstelle ein, die ich tätowieren lassen möchte (oder ich bin zu feige - Rippen usw.)

Claudia, aus Amstetten / Österreich mit einer Schreibfeder und Walter Moers' Buchlingen

Wie kam es zu dem Tattoo?
Als ich mein allererstes literarisches Tattoo bekam (eine große Schreibfeder an der Innenseite meines rechten Unterarms) hatte ich schon einige andere größere Tätowierungen. Ich hatte gerade erst "Bartleby the Scrivener" gelesen und war vom Buch fasziniert. Meine Feder ist eine kleine Anspielung drauf, die wahrscheinlich (bisher) nur ich kannte. Dafür hatte ich nicht besonders lang überlegt und dem Künstler (Erwin von Spirit of Kondor), der schon andere Tätowierungen auf und für mich gemacht hatte, freie Hand gelassen.

SchreibfederDie beiden Fhernhachen auf meinem Bauch hat Wasi von der Hoftätowiererei München gemacht, ebenfalls bei einer Convention. Das Besondere an dieser Sitzung war, dass Wasi viel Humor hat und die Bücher von Moers kannte, wir waren also auf einer Wellenlänge. Das letzte literarische Großprojekt hat Gerhard Wimmer von der Wild Art Factory in Echsenbach gemacht; das waren drei Studiositzungen zu je ca. 6-7 Stunden. Die Grundidee war von mir, die künstlerische Umsetzung vom Tätowierer.

Wann hast Du Dich tätowieren lassen?
Zum ersten Mal 2001, dann 2002, 2004, 2008, 2009, 2010, 2011

Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du mitgeteilt hast, dass Du Dich tätowieren lassen möchtest oder als Du Dein neues Tattoo gezeigt hast?
Obwohl ich fast 30 bin, reagiert meine Mutter immer noch mit Ablehnung und ist dann sauer, Arbeitgeberin, Kolleginnen, Freund - alles kein Problem. Und wärs für sie ein Problem, wären sie wohl nicht meine Arbeitgeberin, Kolleginnen und FreundInnen. Da ich mich schon lang viel und auch wissenschaftlich mit Tätowierungen auseinandersetze, habe ich einen Freundeskreis, der über meine Leidenschaft Bescheid weiß und der weiß, dass ich keinen Trends folge.

FernhacheUnd Beurteilungen von Menschen, die sich eben nicht (unter anderem auf einer technischen Ebene) mit Tätowierungen auseinandergesetzt haben, kann ich leider nicht ernst nehmen - auch, wenn viele durchaus begeistert sind und Dinge wie "schön", "super" etc. sagen. Derartige Beurteilungen sind nett, aber nicht fundiert. Viel mehr freut es mich, wenn andere Tätowierer oder eben Szenekenner mir ein Kompliment machen.(Bzw. gilt das Kompliment ja dann sowieso eher dem Tätowierer).

Was drückt das Tattoo für Dich aus? Was bedeutet es für Dich?
Ich finde nicht, dass unbedingt immer alles Bedeutung haben muss; man kann sich durchaus auch mal aus Jux und Dollerei ein Motiv stechen lassen- Warum auch nicht? So lange man danach nix bereut, ist's gut. Meine Tätowierungen drücken nicht unbedingt direkt etwas aus; sie sind eher ein Resultat, nämlich aus meiner Liebe zu Büchern.

Gibt es ein Lieblingsbuchzitat im Zusammenhang mit dem Tattoo?

"Ach Bartleby, ach Menschheit" - im Zusammenhang mit der Feder. Die anderen Tätowierungen sind an sich schon ein Zitat.
Hast Du vor, Dich nochmals tätowieren zu lassen? Falls ja: Auch wieder ein literarisches Motiv?

Ja und ja! :)

Silvia, aus Fürth mit der Inschrift des Einen Rings (Tolkien, Der Herr der Ringe)

Wie kam es zu dem Tattoo?
Ich hab das Motiv beim Bassisten der Band Good Charlotte entdeckt. Es war zu der Zeit noch nicht so lange her, dass ich mich in Herr der Ringe und das Fantasygenre allgemein verliebt hab. Und da war's irgendwie klar, dass ich genau dieses Tattoo auch brauch.

Der Herr der RingeWann hast Du Dich tätowieren lassen?
August 2004, als Belohnung für den bestandenen Führerschein

Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du mitgeteilt hast, dass Du Dich tätowieren lassen möchtest oder als Du Dein neues Tattoo gezeigt hast?
Meiner Familie war's relativ egal, sowohl ein Tattoo per se als auch dieses spezielle Motiv.

Was drückt das Tattoo für Dich aus? Was bedeutet es für Dich?
Es ist ein Herr der Ringe-Tattoo - nicht mehr, nicht weniger. Es hat für mich keine tiefere Bedeutung als einfach meine Liebe für Herr der Ringe auszudrücken.

Gibt es ein Lieblingsbuchzitat im Zusammenhang mit dem Tattoo?
Ähm... Na ja... Es ist die Ringinschrift... (Anmerkung: Es handelt sich um die folgenden fettgedruckten Zeilen in Elbschrift)

Three Rings for the Elven-kings under the sky,
Seven for the Dwarf-lords in their halls of stone,
Nine for Mortal Men doomed to die,
One for the Dark Lord on his dark throne
In the Land of Mordor where the Shadows lie.
One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them
In the Land of Mordor where the Shadows lie.

Hast Du vor, Dich nochmals tätowieren zu lassen? Falls ja: Auch wieder ein literarisches Motiv?
Ja, es wird (sobald das Geld dafür da ist) definitiv noch weitere Tattoos geben. Höchst wahrscheinlich auch noch einmal ein HdR-Tattoo - den Satz "Not all those who wander are lost" irgendwo hin.

Jennifer aus Würzburg mit dem goldenen Schnatz (J. K. Rowling, Harry Potter)

SchnatzWie kam es zu dem Tattoo?
Ich schreibe schon seit ich 10 bin Bücher. Doch erst, als ich Harry Potter entdeckte, begab ich mich ins Fantasy-Genre. Als Folge dessen veröffentlichte ich mein erstes Buch. J.K. Rowling ist also dafür verantwortlich, dass ich schreibe und gelesen werde. Sie hat mein Leben derart beeinflusst, dass ich diese Veränderung für immer auf meiner Haut tragen wollte.

Wann hast Du Dich tätowieren lassen?
Vor knapp 2 Monaten (Anmerkung: Juli 2012)

Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du mitgeteilt hast, dass Du Dich tätowieren lassen möchtest oder als Du Dein neues Tattoo gezeigt hast?
Die meisten hielten/halten mich für verrückt, da sie den Sinn des Tattoos nicht kennen. Aber das ist in Ordnung, denn ich finde, dass Tattoos etwas für sich selbst und nicht für andere sind.

Was drückt das Tattoo für Dich aus? Was bedeutet es für Dich?
siehe oben ;)

Gibt es ein Lieblingsbuchzitat im Zusammenhang mit dem Tattoo?

"I open at the close", sowie "of course it's happening inside your head harry, but why on earth should that mean that it is not real?"
Hast Du vor, Dich nochmals tätowieren zu lassen? Falls ja: Auch wieder ein literarisches Motiv?
Ja, ich werde mich auf jeden Fall wieder tätowieren lassen. Vermutlich ein Zitat.

Pennywise

Stefan aus Breitscheid mit Pennywise (Stephen King, ES)

Wie kam es zu dem Tattoo?
Ich bin ein großer Fan von Stephen King. Insbesondere "Mysery" und "Stark - the Dark half" sind hier zu nennen. Kein Splatter-Horror, eher subtil und psychologisch. Der wahre Horror spielt sich nicht im Buch, sondern im Kopf des Lesers ab. "Es" war das erste Buch, welches ich von King las und daher habe ich mich für "Es" entschieden.

Wann hast Du Dich tätowieren lassen?
Dieses Tattoo entstand 2000 und ist mein zweites.

Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du mitgeteilt hast, dass Du Dich tätowieren lassen möchtest oder als Du Dein neues Tattoo gezeigt hast?
Durchweg positiv mit ganz wenigen Ausnahmen. Antreibende Kraft war meine Frau.

Gibt es ein Lieblingsbuchzitat im Zusammenhang mit dem Tattoo?

"Piep piep Ritchie!" aus "Es". Ein weiteres Lieblingszitat aus einem Stephen King Roman ("Christine") ist hier kaum zitierfähig ;-)

Was drückt das Tattoo für Dich aus? Was bedeutet es für Dich?
Meine Verbundenheit mit Stephen King, siehe Antwort auf Frage 1

Hast Du vor, Dich nochmals tätowieren zu lassen? Falls ja: Auch wieder ein literarisches Motiv?
Ja, aber da ist noch keine Entscheidung gefallen.

Susanne aus Schefflenz - die Webmistress herself (mit zwei Buchzitaten von Tobias O. Meißner und Lewis Carroll und Terry Pratchetts Rattentod)

Wie kam es zu dem Tattoo?
Als ich 2011 auf der Manga-Convention in Berlin war, hatte ich das Glück, bei Tobias O. Meißner und dessen Freundin übernachten zu dürfen. Da er zu meinen Lieblingsautoren gehört und er außerdem eine Figur erschuf, die mich zutiefst berührte, wollte ich schon länger ein Zitat auf meiner Schulter tätowieren lassen.

RattentodTobias war so nett, mir sogar verschiedene Zitate herauszusuchen und nachdem es ein paar kleinere Änderungen meinerseits gab, traf ich eine Entscheidung. Seit Januar ziert nun ein Zitat “meines” Eljazokad meinen linken Rippenbogen.

Es handelt sich um Eljazokads allererste Szene aus “Die letzten Worte des Wolfs” (Mammut II, S. 69):

“Kommt herein”, lud Rodraeg den Wartenden ein. “Wie ist Euer Name?”
“Eljazokad.” Sie gaben sich die Hand. “Und deiner?”
“Rodraeg. Rodraeg Delbane. Nehmt bitte Platz.”
Mehrere Kerzen ließen den Raum und den Tisch nun golden schimmern. Cajin holte Trinkwasser für alle aus der Küche. Während Rodraeg die anderen kurz vorstellte, trank Eljazokad einen Becher sofort leer und goss sich dann gleich noch mal nach.
“Entschuldigt bitte meine Unhöflichkeit. Meine Vorräte sind vorgestern zur Neige gegangen.”
“Wollt Ihr etwas essen?”, fragte Naenn. “Wir haben Brot und Käse da.”
“Danke, nein. Ich möchte zuerst erklären, was mich hierherführt. Es ist nur … ziemlich schwierig zu erklären, ohne wie ein Verrückter zu wirken.” Er sah Naenn sehr tief in die Augen, bis sie ihre Augen niederschlug. “Du bist ein Schmetterlingsmensch, ist das wahr?”
“Ja.”
“Das ist gut. Ich denke, dass ich hier richtig bin. Genaugenommen folge ich nämlich einem Traum. Einem Traum von einem Mammut.”

Ein Zitat, das genau das ausdrückt, wie ich mein Leben seit Juni 2009 führe.

Tobias hat es mir auf Papier geschrieben und die Tätowiererin übernahm es 1:1.

We're all mad hereDamit war meine tief schlummernde Tattoo-Leidenschaft erneut erweckt (ich habe eine inzwischen sehr alte schwarze Rose auf dem rechten Oberarm). Im August 2012 ließ ich mir deshalb zusätzlich noch ein grafisch schön aufbereitetes Zitat aus "Alice im Wunderland" in den Nacken tätowieren:

Alice: But I don't want to go among mad people.
The Cat: Oh, you can't help that. We're all mad here. I'm mad. You're mad.
Alice: How do you know I'm mad?

The Cat: You must be. Or you wouldn't have come here.
Alice: And how do you know that you're mad?
The Cat: To begin with, a dog's not mad. You grant that?
Alice: I suppose so
The Cat: Well, then, you see, a dog growls when it's angry, and wags its tail when it's pleased. Now I growl when I'm pleased, and wag my tail when I'm angry. Therefore I'm mad.

Außerdem ziert - ebenfalls seit August 2012 Terry Pratchetts Rattentod meine Hüfte, direkt unter meinem ersten Buchzitat.

I EXPECT, he said, THAT YOU COULD MURDER A PIECE OF CHEESE?
-- Death talks to the Death of Rats

Auf den ersten Blick passt der Rattentod nicht unbedingt zu dem darüber tätowierten Buchzitat, aber meine Tattoos stellen kein zusammenhängendes Bild dar, sondern eher eine Collage meines Lebens und beide bedeuten mir etwas.

Wann hast Du Dich tätowieren lassen?
Meine nicht-literarische Rose trage ich schon seit gefühlten Ewigkeiten mit mir herum. Die drei anderen Tattoos kamen alle 2012 dazu.

Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du mitgeteilt hast, dass Du Dich tätowieren lassen möchtest oder als Du Dein neues Tattoo gezeigt hast?
Ich habe durchweg positive Erfahrungen gemacht. Meine Mutter war erst eher skeptisch - besonders wegen des Rattentods, aber nachdem sie die Tattoos dann in natura gesehen hat, war sie auch sehr angetan.

Was drückt das Tattoo für Dich aus? Was bedeutet es für Dich?
Jedes einzelne meiner Tattoos liebe ich. Sie drücken eine Phase meines Lebens aus, in der ich sehr glücklich war und sie drücken natürlich auch meine Liebe zur Literatur aus.

Hast Du vor, Dich nochmals tätowieren zu lassen? Falls ja: Auch wieder ein literarisches Motiv?
Tätowierungen sind eine Sucht - ich weiß nicht, ob ich davon loskomme und falls nicht, wird es fast sicher wieder ein literarisches Motiv.


Weiterführende Links:

Martin Krist (Webauftritt)

Martin Krist (Facebook)

THINK.tattoos auf Facebook

The Word made Flesh

Contrariwise: Literary Tattoos (Webauftritt)

Contrariwise: Literary Tattoos (Facebook)

Studienarbeit: Tatversing - Tätowierungen in der Printwerbung

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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