LoveLetter-Convention 2013 - Tag 1

Ein Paradies für Autoren und Leser

die zweite LoveLetter-Convention in Berlin

 

Die LoveLetter-Convention in Berlin, die am 25. und 26. Mai 2013 im Kulturhaus Spandau ihre Pforten öffnete, war schon die zweite Veranstaltung dieser Art.

Veranstalter, Autorinnen und Leser waren alle gleich aufgeregt und hatten Lampenfieber. Jeder hatte andere Erwartungen und Vorstellungen von dem, was ihn erwarten würden, auf ihn zukommt. Aber alle wussten im Vorfeld eines – es wird mich Sicherheit magisch. Ein magisches Zusammentreffen von Schreiberlingen und Bücherfressern, die sich bei Lesungen, Workshops, Panels und Spielen zusammenfinden würden und einfach gemeinsam eine tolle Zeit haben würden.

Die Gästeliste der Convention liest sich wie ein Who-is-Who der Liebesroman-Szene – insgesamt 30 internationale und deutsche Autoren waren angekündigt. Im Vorfeld gab es dann doch leider die eine oder andere Absage. Dabei hatte ich mich gerade auf Olga A. Krouk mit am meisten freut. Insgesamt gesehen freute ich mich persönlich sowieso am meisten auf die deutschen Autorinnen. Von den Englischsprachigen kannte ich die wenigsten von Ihnen Büchern her, auch wenn da – in Hinblick auf die Convention im letzten Jahr – genau wie unter den deutschen Autorinnen Wiederholungstäter dabei waren.

Ich war gespannt auf die zwei Tage, suchte mir schon im Vorfeld ein paar wenige Bücher aus, die ich zum Signieren mitnehmen wollte; durchforstete mehrfach das Programm um den für mich besten Plan zusammenzuschreiben und suchte mir Autoren aus, von denen ich unbedingt ein signiertes Exemplar ergattern wollte. Auf der Liste landeten Sarah Harvey und Erin McCarthy von den englischsprachigen und Patrica Mennen sowie Corina Bomann von den deutschsprachigen Autoren.

Das vielseitige Programm war wohl für jeden Teilnehmer eine Herausforderung. Es laufen nicht selten mehrere für den Leser interessante Veranstaltungen parallel und man muss sich schweren Herzens entscheiden.

Dann endlich war es soweit, der Freitag vor der Convention. Lang genug haben wir gewartet, dem Startschuss entgegen gefiebert.

So sind auch wir zwei – Markus (Mulze – einer der wenigen Männer unter den Gästen) und meine Wenigkeit – Katja (Sternchen28) – am Freitagnachmittag nach Berlin gefahren. Nach einer recht unkomplizierten und vor allen Dingen größtenteils staufreien Fahrt (bis auf Berlin natürlich) landeten wir bei meiner besten Freundin Karin (Kiala) die uns erwartete und gleich zu einem Abendessen zum Italiener entführte. Mit leckerem Essen, einem entspannenden Spaziergang und vielen Gesprächen verging der Vorabend der Convention wie im Fluge.

Samstag - Tag 1 der LoveLetter-Convention

Am Samstagmorgen hatten wir, trotz der besten Vorsätze, zwar einen relativ guten aber, nach dem wir uns dann am Frühstückstisch heillos verquatscht hatten, dann doch sehr späten Start.

Wir kamen erst kurz vor 9 Uhr am Kulturhaus Spandau an und stellten uns geduldig in die Reihe der Wartenden – genau wie übrigens die Autorinnen, die nicht schon in den ersten Veranstaltungen des Tages erwartet wurden, auch. So stand Kristina Steffan mit uns an und wir hatten die Zeit, sie mit einer dicken Umarmung zu begrüßen. Lange hatten wir uns auf diesen Moment gefreut. Schließlich gehört Kristina Steffan (Kristina Günak) nicht nur zu unseren Lieblingsautorinnen, sondern ist für mich im Laufe des letzten Jahres auch zu einer lieben Freundin geworden.

Im Convention-Büro bekam dann jeder Teilnehmer sein Kärtchen mit Namen und eine prall gefüllte Convention-Tasche. Dieses Mal in grün. So bepackt betraten wir die heiligen Hallen und stürmten erstmal nach oben. Denn unser ersten Punkt auf der Tagesordnung, nämlich die Lesung von Kerstin Gier, lief bereits. Leise schlichen wir uns in den Raum hinein, aber dennoch richteten sich erstmal alle Blicke auf uns, ehe die bereits Anwesenden wieder den Blick nach vorne richteten und Kerstin Gier lauschten, die aus ihrem Buch „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ vorlas. Markus und ich mussten, genau wie die anderen auch, immer wieder lachen. Kerstin machte es aber auch zu schön. Sie ging richtig mit, lebte ihr Buch und arbeitete viel mit Ausdruck und Stimme – göttlich.

Die nächste Lesung die wir uns anhörten kam gleich danach – Jeanine Krock las aus ihrem Buch „Feuerschwingen“. Zugegebenermaßen war ich etwas abgelenkt, denn mit im Raum saß eine ganz liebe „Online“-Freundin, die ich an dem Tag endlich live kennenlernen sollte und worauf ich mich seit Monaten schon freute.

Wir konnten es beide kaum noch erwarten, uns in den Arm zu nehmen, und nach der Lesung war es endlich soweit!

Nach dieser wunderbar herzlichen Begrüßung eilten wir – Markus, Simone und ich – zu dritt zwei Etagen nach unten und nahmen im Theatersaal platz. Dort begann wenig später das Panel „Contemporary“ und wie der Titel schon sagt ging es hierbei um zeitgenössische Liebesromane. Moderiert von Sandra Schwab diskutierten die Autorinnen Susanne Schomann, Erin McCarthy, Fiona Harper, Kerstin Gier, Kristina Steffan und Sarah Harvey; unterstützt von einer Dolmetscherin und von Verlagsmitarbeitern über das Thema zeitgenössische Liebesromane, warum sie diese schreiben und was sie so daran fasziniert.

Zeitgleich zu unserem Panel saßen Karin und Anne im Kinosaal, wo eine Fragestunde mit den Vertretern des Cora/Mira – Verlags stattfand. Zwei Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter standen den interessierten Lesern Rede und Antwort. Die Drei stammten aus unterschiedlichen Aufgabenbereiche: die Eine ist Lektorin, die Andere ist für Covergestaltung, Marketing und Vertrieb und der einzige Mann für die Abteilung Tiffany im Bereich Cora sowie den Thrillerbereich von Mira zuständig.

Die Zuschauer erfuhren zunächst allgemeine Dinge über den Verlag, wie etwa welche Arten von Büchern angenommen werden. Natürlich Liebesromane, aber das im weitesten Sinne, gern auch mit viel Spannung. Bei Cora gibt es übrigens eine Happy End-Pflicht (was mir bis dahin zwar durchaus bewusst, aber nicht so explizit klar war), bei Mira darf es auch mal anders laufen. Viele Bücher kommen direkt vom großen englischsprachigen Mutterkonzern Harlequin Enterprises. Da aber nicht alle Romane, die in den USA gut verkauft werden, auch in Deutschland gut ankommen (so z.B. sogenannte Inspirationals, christliche Liebesromane) und man sich zusätzlich Übersetzerkosten sparen kann, gibt es auch vermehrt deutsche Autoren beim Cora-Verlag.

Die erfolgreichste Reihe des Cora-Verlags sind schon seit langer Zeit die Julia-Romane. Die Cora-Bücher gelten jedoch offiziell nicht als Bücher, sondern fallen in den Zeitschriften- und Presse-Bereich, weshalb sie auch bei Bestsellerlisten nicht mit aufgeführt werden. Wäre dies anders, würden regelmäßig Cora-Romane, die Bestsellerlisten anführen. Die erfolgreichsten Autoren bei Mira sind momentan Robyn Carr und Linda Lael Miller, im Thrillerbereich Linda Castillo, Andrea Kane und Kat Martin.

Dann war endlich die Zeit für das Publikum Fragen zu stellen. Eine der ersten Fragen war es, wie es denn für einen Mann sei für einen Liebesromanverlag zu arbeiten. Das ist funktioniert ausnehmend gut, wie uns versichert wurde, auch wenn es manchmal seltsam sei, bei Redaktionskonferenzen die einzige männliche Sicht zu vertreten. Er wäre aber sehr stolz auf seinen Beruf, denn in seinen Augen gäbe es nichts besseres, als Leser glücklich zu machen. Und wie könnte man das besser als mit dem zentralen Thema Liebe?

Dann gab es Fragen zu typischen kleinen Ärgernissen, die jeden Leser schon einmal genervt haben. So erfuhren wir, dass das Problem von wechselnden Titeln von identischen Romanen zwischen Cora- und Mira-Veröffentlichungen auf Rechtsproblemen beruht (und nicht um die Leser zu verwirren). Da Cora, wie schon erwähnt nicht im Buchbereich publiziert, kommt es häufig vor, dass der dort gewählte Titel für eine Veröffentlichung als richtiges Buch beim Mira-Verlag nicht mehr frei ist.

Es ist häufig schwierig, gewisse Reihen genau zu verfolgen, wenn sie z.B. einmal ein Band bei der Reihe Historical, der nächste Band aber bei Historical Gold erscheint. Das liegt aber daran, dass die Historical Gold-Hefte einen wesentlich größeren Seitenumfang haben als ihre meist gekürzten Historical-Schwestern. Manchmal ist es aber eben einfach besser der Geschichte mehr Raum zu lassen, weil sie sonst nur schwer funktioniert, weswegen man so notgedrungen auch mal Reihen auseinander reißen muss.

Sowohl Mira als auch Cora versuchen, ihr E-Book-Sortiment auszubauen, aber leider fehlen ihnen oftmals die E-Book-Rechte für Deutschland. Deswegen erscheinen viele Bücher leider noch nicht elektronisch. Allerdings gibt es seit einiger Zeit ein E-Book-Experiment bei Cora. Dort erscheint als typischer Fortsetzungsroman momentan wöchentlich ein elektronisches Kapitel eines Steampunk-Romans („Die Steampunk-Saga“ von Steve Hogan).

Für Markus und mich wurde es nach dem Panel Zeit, dass wir endlich eine unserer Lieblingsautorinnen – Stefanie Ross – treffen: der Workshop „Military Romance – Liebe in Uniform“ stand auf dem Programm. An dieser Stelle trafen wir Karin und Anne wieder. Im Workshop erklärten die Autorinnen Michelle Raven und Stefanie Ross, warum sie gerade solche Bücher schreiben, was sie daran fasziniert und vor allem welche Autorinnen sie dazu inspiriert haben. Bei beiden fiel der Name Suzanne Brockmann, die mit ihren Serien „Tall, Dark & Dangerous“ und den „Troubleshooters“ zu den Vorreiterinnen in diesem Genre gehört. Beide waren vollkommen überrascht, dass der doch leider recht kleine Raum zum Platzen voll war. Einige Zuhörer standen sogar bzw. saßen auf dem Fußboden, weil die Stühle einfach nicht ausreichten. Stefanie und auch Michelle hatten mit fünf namentlich bekannten Zuhörern gerechnet – Markus und mich mit eingerechnet. Umso schöner war es natürlich für die beiden, die ihren Vortrag amüsant und interessant gestalteten und rüberbrachten.

Nach diesem Workshop war für Markus, Simone und mich erstmal Pause angesagt – wir brauchten Kaffee, was zu essen und vor allen Dingen frische Luft. Zeit, das alles zu machen und … endlich mal Zeit um miteinander zu reden und das schon längst überfällige Foto zu machen.

Währenddessen besuchten Karin und Anne ein weiteres Panel – diesmal zum Thema „Made in Germany“.

Im diesem Paneltrafen sich Kerstin Gier, Kristina Steffan,SandraHenke, Susanne Schomann, Nina Hunter, Aileen P. Roberts, Corina Bomann und Patricia Mennen im Theatersaal zum regen Austausch. Nach der allgemeinen Vorstellungsrunde durchSandraSchwab kam es auch bald zu angeregten Diskussionen. Nachdem sich zunächst niemand aus dem Publikum traute eine Frage zu stellen (die alten Schulangewohnheiten lassen einen wohl nie los), platze jedoch Nina Hunter mit einer Frage an das Publikum heraus.

Allerdings nicht an das gesamte Publikum, sondern an den männlichen Teil. Denn trotz des (zu erwartenden) Hauptanteils an Frauen, hatten sich tatsächlich auch einige männliche Teilnehmer auf diese Liebesroman-Convention getraut. Nina Hunter (eigentlich Nina Behrmann, veröffentlicht auch unter Kira Maeda und Jasmin Eden) wollte wissen, ob sie tatsächlich auch Liebesromane lesen würden oder nur als Begleitung mitgekommen wären. Natürlich wären sie auch Leser, war die entrüstete Antwort!

Und sie fänden es schade, dass sie als männliche Leser oft so unterschätzt und auch ausgeschlossen würden in diesem Genre. Vorworte würden meist nur mit „Liebe Leserinnen…“ beginnen und sie wären sicher, dass es außer ihnen noch wesentlich mehr Männer diese Bücher lesen würden. Die mitunter quietschrosafarbenen Cover wären auch nicht unbedingt hilfreich, aber zum Glück gäbe es ja Hüllen und E-Book-Reader.

Tatsächlich verkaufte Dussman bei einer Testaktion, bei der die Kunden zwischen Originalcover und einer neutralen Hülle wählen durften, 50% des Romans „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ von Kerstin Gier mit einem neutralen Umschlag.

Das führte gleich zum ersten großen Themenkomplex dieses Panels. Etliche Autorinnen bekannten, dass sie sehr gerne männliche Testleser bemühen, denn die männliche Perspektive wäre eben doch oft ganz anders. Manchmal müssten ganze Szenen umgeschrieben werden, weil diese protestieren, dass ein Mann niemals so etwas sagen oder tun würde. Außerdem wäre gerade bei den expliziten Liebeszenen ihre Hilfe unschätzbar, gerade was die realistische Machbarkeit einiger Übungen angeht („Wo hast Du denn die Testikel hingepackt? Das geht anatomisch gar nicht!“). Tatsächlich gibt es in diesem Genre wohl mehr männliche Leser, als oft zugegeben wir. Gerade Kerstin Gier erhält sehr viel begeisterte Zuschriften von männlichen Lesern.

Einig waren sich alle Autorinnen, dass jeder Mann zumindest mal einen Liebesroman gelesen haben sollte, denn mit welchem Buch könnte Mann besser lernen das Verhalten von Frauen wirklich zu verstehen? ;-)

Kurz danach begann die Diskussion über Happy Ends. Hier teilte sich die Bühne bald in drei Lager auf und die Diskussion wurde noch lebhafter. Kerstin Gier und Kristina Günak verteidigten vehement das wunderbare Happy End mit all seinen rosaroten Facetten.

Will nicht jeder ein Buch mit einem Lächeln und einem guten Gefühl verlassen? Schlechte Dinge passieren oft genug im Leben, so dann man nicht auch noch nach der Beendigung eines Romans die Augen aus dem Kopf weinen muss. In der Mitte der Bühne herrschte die Meinung, dass ein Happy End schon wichtig sei, aber zwischendurch so richtig schlimme Dinge passieren müssten und auch mal wichtige Charaktere sterben müssten. Besonders Aileen P. Roberts bekannte, dass sie immer munter jemanden abmurksen würde. Dann warf sie einen reuigen Blick ins Publikum und erzählte, dass sie einen Fan hat, deren Lieblingscharakter in jedem Buch treffsicher genau diese Person wäre und sie inzwischen deswegen schon ein schlechtes Gewissen hätte. Es täte ihr furchtbar leid!

Die letzte Fraktion hingegen genießt auch Bücher mit traurigem Ende. Gerade Nina Hunter wuchs vor allem mit asiatischen Liebesromanen auf, in denen immer jemand stirbt. Im asiatischen Raum soll die Liebe für sich stehen und nicht durch den Alltag zerstört werden. Für sie war es zunächst erstaunlich, dass ein Liebesroman auch mit einem glücklichen, lebenden Paar enden könnte. Sie selber bevorzugt das in ihren Büchern aber auch, denn sie bringt es nicht über das Herz ihren Charakteren so etwas Schreckliches anzutun.

Noch mitten im Austauschen der Argumente war es leider auch schon wieder vorbei. Die Stunde war im Nu vergangen und SandraSchwab musste die intensive Diskussion beenden. Schade! Gerade waren alle so wunderbar in Fahrt!

Um 13 Uhr war dann der Random House Empfang gesetzt und eigentlich erwartete ich – und viele andere auch - hier Sekt, Kaffee und ne Kleinigkeit zu essen. Das gab es auch tatsächlich – aber hauptsächlich war es auch eine Signierstunde der Autorinnen aus den Verlagen Blanvalet, Diana, Goldmann und Heyne. Ich glaub, das überraschte viele der Teilnehmerinnen total, aber nichtsdestotrotz bildeten sich im Nu lange Schlangen an den Signiertischen und auch wir stellten uns an. Ich fand es wieder, wie auch schon im letzten Jahr, mehr als beeindruckend, wie liebevoll die Autorinnen die Bücher signierten, wie geduldig sie jeden Wunsch ihrer Leser erfüllten. Sie unterschrieben nicht nur ihre Bücher. Es wurden Fotos genauso signiert wie die Hüllen der E-Book-Reader und unzählige der Convention-Taschen. Und wie auch im letzten Jahr hatten einige Autorinnen wieder Gimmicks wie Buttons, Kugelschreiber, Signierkarten und Lesezeichen und bei jeder Unterschrift bekam man so etwas dazu. Eine wie ich finde tolle Geste.

Markus holte sich von Kristina Steffan natürlich sein ganz persönliches Exemplar von „Nicht die Bohne“ ab, während ich mich zuerst bei Erin McCarthy anstellte. Nach dem ich von ihr mein Wunschbuch signiert bekommen hatte, holte ich mir noch je ein Buch von Nina Hunter, Jeanine Krock und Patricia Mennen. Hier stellte sich auch Markus noch mal an um von Patricia Mennen ein Buch für seine Mama zu holen.

Dann wurde es aber schon wieder Zeit zu verschwinden. Schließlich mussten wir in die 3. Etage, wo um 14 Uhr Stefanie Ross aus ihrem aktuellen Buch „Jay“ lesen würde. Wir waren zeitig genug da um noch einen kleinen Schwatz mit ihr zu halten. Trotz Lampenfieber verlief die Lesung ohne Probleme und fesselte alle Zuhörer im Raum. Stefanie war so fies und beendete die Lesung mit einem gemeinen Cliffhanger – nur gut das ich das Buch schon gelesen hatte. Sonst hätte ich nach Beendigung der Lesung zum Buchladen stürmen müssen weil ich wissen wollte wie es weiter geht. Nach Stefanie Ross war die sehr sympathische Autorin Susanne Schomann an der Reihe, die aus ihrem Roman „Eine Spur von Lavendel“ ein Stück vorlas und dann viel über das Buch erzählte. Wo ich in dem Moment war weiß ich gar nicht mehr, aber als ich zurückkam flüsterte Markus mir ins Ohr „Das Buch wäre was für Dich.“

Was jetzt? Ratlos sahen wir drei uns nach der Lesung an. Ich hatte keine Lust auf ein weiteres Panel oder einen Workshop, mir platzte fast der Kopf vor vielen Eindrücken und Informationen. Also ging Markus alleine in das Panel „Serienfieber – Die Lust auf mehr“ und Simone und ich landeten eher unbeabsichtigt im Restaurant und damit im für mich ersten Blind Date auf den Conventions überhaupt. Zum Glück war es das deutsche Blind Date und wir hatten noch viel mehr Glück. Es gab drei besetzte Tische, aber sie waren nicht zu voll sondern doch recht klein und somit „familiär“ besetzt. Am ersten Tisch, dort wo wir Platz nahmen, saß Kristina Steffan und noch vier andere Personen – eine schöne kleine und damit gemütlich Runde. Das es sich dabei um 3 Familienmitglieder – Mann, Stieftochter und Schwägerin - und eine Leserin handelte, bekamen wir erst etwas später mit. Damit blieb das ganze familiär und man konnte sich ganz entspannt unterhalten. Wobei ich sagen muss, dass bei der gesamten Convention sowieso eine sehr entspannte und teilweise trotz der Massen auch familiäre Atmosphäre herrschte. So ganz nebenbei bekam ich auch mit, das die Schwägerin von Kristina Steffan eine sehr talentierte junge Zeichnerin ist und – und darüber freue ich mich ganz besonders – ich bekam sogar in mein Convention-Buch eine kleine süße Zeichnung hineingezeichnet. Hier am Tisch merkte ich dann, dass ich doch etwas geschafft von dem Tag war, und grad müde wurde. Die Rettung nahte in Form eines leckeren Espresso’s, den mir der Mann von Kristina bringen ließ und der mit damit das Leben rettete. Vielen Dank dafür J

Nach 20 Minuten wurde gewechselt und an unserem Tisch nahm Kerstin Gier nun den Platz von Kristina ein. Ich würde ja sagen, dass Kerstin Gier mit die bekannteste deutsche Autorin auf der Convention war und auch sie überraschte mich wieder total. Mit ihrer offenen, liebenswerten Art, ihrem Humor und auch ihrer Stimme hat sie Markus und mich sofort vereinnahmt. Für uns beide war es das erste Mal, dass wir sie live erlebten und nun auch noch das Blind Date. Diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich bat Simone uns beide zu fotografieren – was sie auch prompt tat – und ich bat Kerstin um einen Eintrag in mein Convention-Buch. Diese Bitte erfüllte sie genauso gern wie all die anderen Signierwünsche, die auf dieser Großveranstaltung an sie herangetragen wurden. Auch Simone bekam ihr Bild mit Kerstin, wir schnatterten noch etwas und fragten Kerstin über ihre Film aus. Dann wurde es schon wieder Zeit zu wechseln.

Die letzte Autorin, die für diese Blind-Date-Runde an unseren Tisch kam war Corina Bomann. Eine sehr sympathische Autorin, sich auch von uns geduldig ausfragen lies.

Markus’ Eindrücke vom Panel Serienfieber waren ebenso positiv. Die zwei Deutschen (Stefanie Ross und Michelle Raven) und 7 Englischsprachigen Autorinnen wurden erneut von Sandra Schwab als Moderatorin vorgestellt. Die Autorin, die Bücher für den Amerikanischen Markt schreibt, leitete erneut die Diskussion. Eine rege, zumeist Englische, Unterhaltung über Fortsetzung, Trilogien und Spaß an der Serie entbrannte und die Zuschauer konnten ein Feuerwerk an Unterhaltung genießen. Man lernte, dass Trilogien auch mal 6 Bände haben können, wie bei Cherry Adair, und dass die Anzahl der Geschwister nicht der Anzahl der Bände entsprechen muss. Ein kurzweiliges und äußerst amüsantes Panel endete ohne Fragen aus dem Publikum – die Autorinnen hatten sich auch ohne vollkommen ausgelassen beschäftigen können. Den Lesern gefiel es trotzdem, was sie mit Applaus und ausgelassenem Gelächter immer wieder bewiesen hatten.

Oh je …. eigentlich wollte ich nach dem Blind Date eigentlich nur raus an die frische Lust, da ich mit Markus und einer ganz lieben Freundin verabredet war. Aber was war das? Das gesamte Treppenhaus war verstopft und nur mit Mühe und vielen „Entschuldigung …“ und „Ich möchte NUR raus an die frische Luft“ gelang es mir, mir einen Weg nach unten und damit nach draußen zu bahnen.

Grund für diesen „Stau“ war die um 16 Uhr beginnende Signierstunde der Autoren, deren Bücher im Mira- bzw. im Cora-Verlag erschienen, u.a. vom Sandra Henke / Laura Wulff, Maya Banks, Courtney Milan und Susanne Schomann. An dieser nahmen wir beide aber nicht teil, da wir eine andere Verabredung hatten. Aber Karin und Anne stellten sich geduldig in der Schlange an.

Markus und ich nahmen Abschied von Simone, die am nächsten Tag nicht mehr dabei sein würde und gingen mit unserer Freundin davon. Mit einem kleinen Whisky-Tasting bei Dunkin’ Donut endete der erste, aufregende, spannende Convention-Tag voller Eindrücke und interessanter Begegnungen für uns.

Aber damit war der Tag noch nicht zu Ende – denn bei unserer charmanten Gastgeberin und Freundin Karin fand am Abend noch eine kleine Nudelparty mit all meinen Berliner Mädels statt. Und es wartete eine Überraschung auf mich – denn Karin war es gelungen, für mich von Courtney Milan und Michelle Styles signierte Bücher mitzubringen. Vielen Dank dafür.

Aber ehe ich das tolle Essen – drei verschiedene Nudelsorten und 8 verschiedenen Saucen; als Nachtisch ein Tiramisu – die tollen Gespräche und überhaupt das Zusammensein mit meinen Freunden genoss, packte ich noch die Convention-Tasche aus und nahm mir Zeit, die tollen Gimmicks wie Teebeutelhalter, Teelicht-Folie, Stifte, Lesezeichen, Leseproben, Seife … usw. zu bestaunen. Sogar ein Taschenbuch war mit dabei.

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