Mein Tag auf der Leipziger Buchmesse 2013

Groß, laut und voll --- dass sind die Begriffe die mir in den Sinn steigen wenn ich an meinen einen Tag auf der Leipziger Buchmesse zurückdenke.

Kein Wunder – tummelten sich doch an allen vier Messetagen auf knapp 70.000 Quadratmetern neben 2069 Verlagen aus über 40 Ländern auch rund 168.000 Besucher. Wir waren zwei davon.

Für mich war die 3. Leipziger Buchmesse, die ich besuchte, etwas ganz besonders. Wurde ich doch von meinem Freund begleitet, für den das alles komplettes Neuland war. Schon Wochen im Voraus freute ich mich auf diesen einen Tag J

Der Messetag begann für uns beide pünktlich um 10 Uhr. Das Auto sicher verwahrt auf dem riesigen Parkplatz schulterten wir den Rucksack und stürzten uns in Gedränge. Auffallend war gleich zum Anfang die große Anzahl an Familien mit Kindern, die zum Familientag strömten. Und jede Menge Cosplayer, die mit ihren teilweise sehr phantasievollen Kostümen die Messe bereicherten.

Unser erster Weg führte uns in Halle 2 – an den Stand des Berliner Comic-Culture Verlages. Dort, wo Leen uns erwartete und wo wir auf Marika Herzog trafen. Natürlich nutzte ich gleich die Gelegenheit, ihren neusten Mangaband „Grimore Band 4“ zu kaufen und signieren zu lassen. Und gleich ging es weiter – zum Doujinshi Markt. Dort konnte der begeisterte Manga- und Comic-Leser auf viele Zeichner treffen, die dort ihre Stände aufgebaut hatte, ihre Zeichnungen in Form von Karten, KaKao’s, Lesezeichen usw. verkauften. Und natürlich sehr gern bereit waren, in die sogenannten ConHons sich in Form von Zeichnungen zu verewigen. Ich selbst habe zwar kein ConHon, aber eine Kladde in die schon etliche Autoren sich verewigt hatten. Und im Laufe des Tages folgten dort drei Zeichnungen. Wir trafen unter anderem auch auf Marina Eberling, die unter dem Namen Yumkeks wunderschöne Zeichnungen anfertigt. Die Gelegenheit, mir das extra für mich angefertigte Drachen-Bild signieren zu lassen, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Im Doujinshi Markt nutzten wir auch die Gelegenheit und ließen uns von Ronja Wugk, eine der Zeichnerinnen, mit Tusche zeichnen. Die Zeit, ruhig dazusitzen und sich malen zu lassen, nutzten wir auch gleich als kleine Auszeit.

Danach verließen wir erst einmal die Halle 2 um weiter in Halle 4 zu schlendern. Im Vorfeld der Messe hatte ich mir direkt ausgeguckt was ich mir anschauen möchte. Ansonsten wäre ich, wie auch in den Vorjahren, wieder ins Schleudern gekommen.

Ein Zufallsgriff war der Stand des KBV-Verlages. Ein kleiner Verlag, der sich auf Krimis spezialisiert hat. Dort stach mir der neue Roman des Autoren Wolfgang Schüler ins Auge, der den Titel „Sherlock Holmes in Dresden“ trug. Ein neuer Holmes? Und dazu spielt er noch in Dresden? Für Markus keine Frage – das Buch musste ich bekommen. Dazu gab es noch das aktuelle Programm, tolle Lesezeichen in Messerform – wie passend für einen Krimi – und wir wurden sogar noch mit Getränken bewirtet. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal dafür.

Damit war die Jagdlust geweckt. Wir stromerten durch die Reihen, schauten uns hier und da die Stände genauer an. Wir griffen bei Leseproben, Karten und Lesezeichen gern zu und ich lies mich von dem einen oder anderen Cover inspirieren und einige Titel wanderten direkt auf meine Wunschliste.

Dann hiess es schon wieder Gas geben und zurück in Halle 2. Denn auch hier warteten doch noch einige Stände darauf, von uns entdeckt zu werden.

Am Stand des Egmont Lyx Verlages wurde ersteinmal eine Fotopause eingelegt. Drei meiner Lieblingsautorinnen – leider nur in Buchform – auf einen „Haufen“ und so ganz nah beieinander zu sehen, war das ein oder andere Foto wert.

Dann war es kurz vor 14 Uhr – Zeit, den schönsten und für uns beide wichtigsten Punkt anzugehen. Das Treffen mit der Autorin Kristina Günak. Im Vorfeld zur Leipziger Buchmesse haben wir uns kennengelernt. Auch damals hatten wir uns, wenn auch nur kurz, auf der LBM getroffen. Daraus ist, so kann ich von meiner Seite her sagen, eine Freundschaft entstanden, über die ich mich sehr glücklich bin. Die Begrüßung war herzlich und die nächsten zwei Stunden vergingen, mit Quatschen, Kaffee trinken und Muffins essen wie im Flug.  Danach musste Kris sich schon auf ihre Lesung vorbereiten und wir nutzten die Zeit für einen letzten Rundgang durch Halle 4.

Pünktlich um 16 Uhr begann auf der Fantasy-Leseinsel die Lesung von Kristina Günak. Sie präsentierte ihr neustes Buch „Eine Hexe zum Verlieben – Jaguare küsst man nicht“ und las aus dem mittlerweile 3. Band der Reihe ein Kapitel vor.

Obwohl doch etliche Plätze auf der Leseinsel besetzt waren, hatte man das Gefühl, das Kristina nur für ein paar wenige, nur für uns liest. Was vielleicht auch daran lag, das ich das Gefühl hatte, dass die meisten nur dasaßen um sich auszuruhen, und die Lesung nur an ihnen „vorbeiplätscherte“. Eigentlich schade, denn wie immer konnte die Geschichte der Hexe Eli uns beide von Anfang an in den Bann ziehen.

Die „Signierstunde“ am U-Books-Stand verlief leider genauso – jedoch für Markus und mich viel Zeit, unsere Buchexemplare signieren zu lassen.

Mit dem Ende des Signierens endete dann auch fast schon unser Tag auf der Messe. Wir nahmen Abschied von Kris, gingen noch einmal zum Stand des Comic-Culture-Verlages und verließen schon kurz vor Ende des Messetages die heiligen Hallen.

Vollkommen erledigt von den Eindrücken des Tages, mit lahmen Kreuz und schmerzenden Füßen ging es zurück nach Hause.

Widererwarten und zur großen Überraschung von Markus fiel meine Bücherausbeute sehr schmal aus – mich begleitete nur das Grimoire, das Buch über Sherlock Holmes und - dank Odenwaldcollies – das neuste Buch von Susanne Gerdom (natürlich signiert) mit nach Hause.

Text: Sternchen28 / Fotos: Markus

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