Wie Pippi, Madita & Co Weihnachten feiern: #4 Weihnachten auf Birkenlund

Es ist tatsächlich schon der 4. Advent. Kaum zu glauben, dass Weihnachten jetzt wirklich vor der Tür steht. Wenn ich mich so in meiner warmen, dekorierten Wohnung umschaue, freue ich mich zum einem sehr, zum anderen sehe ich aber auch noch etliche Dinge, die erledigt werden müssen. Aber nicht jetzt. Jetzt ist es Zeit für die vierte Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren:

WEIHNACHTEN AUF BIRKENLUND

Birkenlund ist die Heimat von Madita, die dort zusammen mit ihren Eltern, ihrer kleinen Schwester Lisabet, dem Kindermädchen Alva und einige anderen Bediensteten lebt. Birkenlund ist ein wohlhabendes Anwesen, da Maditas Vater als Herausgeber einer Zeitung auch ein wohlhabender Mann ist.
Neben Birkenlund wohnt aber auch noch Abbe (auf Waldesruh), der ein wenig älter ist als Madita und den diese sehr verehrt. Abbe allerdings lebt in völlig anderen Verhältnissen. Das Geld ist meistens knapp, weil der Vater ein wahrer Taugenichts ist, der das Geld gerne mal in Spirituosen umsetzt. Abbe backt in seiner Küche die Zuckerbrezel, die seine Mutter später auf dem Markt verkauft.

Nun ist also auch auf Birkenlund Weihnachten und bei Madita und Lisabet ist alles wunderschön für den morgigen Heiligen Abend vorbereitet. Jeder Winkel ist blitzeblank geputzt, es liegen neue Flickenteppiche bereit und alles ist mit rotem und grünem Seidenpapier geschmückt. Im Wohnzimmer duftet es nach dem Tannenbaum, der dort schon aufgestellt ist und noch darauf wartet geschmückt zu werden.

Im Keller wartet das ganze leckere Weihnachtsessen nur darauf gegessen zu werden und Alva fragt sich, wer das nur alles essen soll. Papa wird noch die Weihnachtsgarben für die Vögel in den Baum hängen und rund um Birkenlund sind die Wege freigeschaufelt worden, damit man auch noch Holz aus dem Schuppen holen kann. Und natürlich auch der Weg zum Fluss und am ganzen Fluss entlang. Und das ist auch gut so, denn dort kommt schließlich auch der Weihnachtsmann her und es wäre doch sehr schade, wenn ausgerechnet der Weihnachtsmann mit seinen Geschenken im Schnee stecken bleiben würde, wo sich Madita und Lisabet doch so auf Weihnachten freuen.

Jetzt am Abend vor Heiligabend besucht Madita noch einmal Abbe auf Waldesruh. Und sie staunt nicht schlecht, als sie Abbe dabei antrifft, wie er den Küchenboden schrubbt. Und noch mehr staunt sie, als sie sich umsieht. Denn wirklich weihnachtlich sieht es nun wirklich nicht aus. Gardinen und Fenster sind nicht geputzt und auch ist die Küche nicht geschmückt. Aber Abbe meint, natürlich sei alles vorbereitet und er nimmt Madita mit in die kleine Stube neben der Küche. Hier hat er an die Wand einen kleinen Papierstreifen mit Wichtelmänner geklebt.

Aber einen Weihnachtsbaum gibt es nicht und auch sonst findet Madita es nicht wirklich weihnachtlich in Waldesruh. Aber Abbe selbst ist guten Mutes. "Man hofft, solange man lebt." sagt Abbe immer nur. Und Abbe hofft. Auf Tannenbaum und Geschenke. Er selbst hat für seine Eltern eine neue Petroleumlampe als Geschenk gekauft. Aber trotz Wichtelmännergirlande und Lampe als Geschenk findet Madita es überhaupt gar nicht weihnachtlich bei Abbe und das macht sie sehr traurig.

Aber auf Birkenlund ist es nun wirklich Weihnachten geworden. Papa weckt Madita und Lisabeth mit brennenden Kerzen in der Hand, denn draußen ist es noch stockdunkel. Und aus dem Wohnzimmer hören die Mädchen schon Mama auf dem Klavier ein Weihnachtslied spielen. Schnell flitzen die beiden die Treppen herunter und stürmen ins Wohnzimmer. Oh, wie schön alles ist. Der Tannenbaum strahlt im Kerzenschein, ein Feuer brennt im Kachelofen und dann toben Madita und Lisabeth vor lauter Freude durch das Zimmer. Bis Alva mit dem Weihnachtskaffee kommt. Dann setzten sich alle zusammen an das Feuer und trinken den Kaffee. Und Madita ist so glücklich, dass Weihnachten ist und alles so, so schön.

Aber auch auf Birkenlund geht der Tag von Heiligabend einfach nicht rum. Es wird und wird nicht Abend. Also versucht Mama Madita und Lisabeth abzulenken. So gehen sie zu Linus-Ida und bringen ihr den Weihnachtskorb, den Mama gepackt hat. Darin ist vom ganzen Weihnachtsessen ein bisschen und Kerzen und Kaffee. Erst hat Madita sich ja Sorgen gemacht, dass Linus-Ida gar nicht Weihnachten feiern will, weil sie ja ganz alleine ist, ohne ihre Töchter, die in Amerika leben. Aber die Sorgen waren ganz umsonst. Denn Linus-Ida sitzt gemütlich am Feuer und ruht ihre Füße aus und freut sich, dass sie sich nun ganze drei Tage ausruhen kann und so gutes Essen bekommen hat.

Zu Hause essen alle zusammen in der Küche den Weihnachtsschinken und danach verpacken Madita und Lisabeth ihr Geschenke und siegeln sie mit rotem Siegellack. Und das alles muss es auch geben, findet Madita, denn sonst ist es doch kein richtiges Weihnachten. Madita hat auch ein Geschenk für Abbe (eine Mundharmonika), obwohl sie sich sonst nichts schenken. Aber Madita hat sich solche Sorgen gemacht, dass Abbe sonst keine Geschenke bekommt, dass sie ihm einfach etwas kaufen musste.

Also, rennt sie, als es dunkel wird, hinüber nach Waldruh. Aber wie sieht es da denn aus? Die Nilssons sitzen wie gewöhnlich in der Küche, wobei Onkel Nilsson wie gewöhnlich auf der Küchenbank liegt. Und Abbe hat gar keine Augen für Madita, denn er sieht nur auf die neue Lampe auf dem Küchentisch und seine Augen leuchten mit der Lampe um die Wette. Und Tante und Onkel Nilsson sind so stolz auf Abbe. Dass er ein Geschenk gekauft und einen Tannenbaum besorgt hat und die Girlande aufgehängt hat. Aber ein Geschenk für Abbe, das haben sie glatt vergessen und eigentlich ist auch kein Geld dafür da. Da ist es ja gut, dass Madita die Mundharmonika für Abbe hat. Und wie sehr dieser sich freut und sofort darauf zu spielen beginnt.

Nun ist es doch noch Abend geworden. Aber bevor der Weihnachtsmann kommt, gibt es erst Essen. Und es ist auch wirklich wunderschön in der festlich geschmückten Küche. Der Tisch biegt sich fast unter all dem guten Essen, aber Madita und Lisabet sind so aufgeregt, dass sie gar nicht ans Essen denken können. Erst als Papa die Kerzen am Baum anzündet und Mama am Klavier sitz und sie alle Weihnachtslieder singen, die sie kennen, kommen die Mädchen ein wenig zur Ruhe. Bis Papa sagt, dass sie sich die Mäntel anziehen sollen, denn nun kommt gleich der Weihnachtsmann.

Schnell, schnell laufen sie alle zusammen raus, runter zum Fluss. Aber noch ist es stockdunkel und als erstes hören sie das leise Glockengeläut. Langsam sieht man den Schein einer Fackel an der Flussbiegung und dann hält der Weihnachtsmann den Schlitten bei Madita und ihrer Familie an. "Gibt es hier auch brave Kinder?", fragt der Weihnachtsmann und Papa antwortet, dass die Mädchen von Birkenlund ganz artige, kleine Goldspatzen seien. Und dann reicht der Weihnachtsmann Papa den großen Sack, ruft noch "Fröhliche Weihnachten" und wendet seinen Schlitten.

Aber auch der schönste Tag geht einmal zu Ende und so liegen Madita und Lisabet irgendwann satt und müde in ihren Betten, die Geschenke neben sich, aufgebaut und sind so, so glücklich und noch voller schöner Weihnachtsgefühle.

Nur noch 3 Tage und dann ist auch in diesem Jahr Heiligabend. Und egal wie dieser begangen wird, ob traditionell oder modern, mit großer Familie oder einer besonderen Person, mit viel oder weniger Essen, Geschenken oder keinen, aus religiösen oder familiären Gründen, wie auch immer, ich wünsche allen:

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